Analysen im Bereich Hardware


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System-Übersicht

 

Nach erfolgtem Programmstart enthält das Programmfenster gemäß Voreinstellung keine Daten. Die zugrundeliegenden Analysen werden erst dann ausgeführt, wenn der Anwender auf eine der linksseitig angeordneten Menüeinträge klickt. Die Vorteile

 

Die Überblicksanalyse bietet sich als die als erste auszuführende Analyse an.

Tipp: Sie können in der Programmkonfiguration die Durchführung der Systemüberblicks-Analyse bei jedem Programmstart erzwingen.

 



Prozessor

Allgemeines
Beschreibt den oder die Hauptprozessoren (bzw. Prozessorkerne). Auf Multiprozessor-Systemen können die Analyse-Routinen auf allen unterstützten logischen Prozessoren ausgeführt werden, und Sie können in einem schmalen Auswahlfenster auf der linken Seite den Prozessor auswählen, über den Sie Informationen wünschen. Voraussetzung ist, daß diese Option in den Experteneinstellungen aktiviert wurde. Auf Systemen mit einem Prozessor, der Hyperthreading unterstützt (ab Pentium 4), werden ebenfalls zwei Prozessoren angezeigt, auch wenn nur ein physischer vorhanden ist. Dual-Core-Prozessoren werden ebenfalls als zwei getrennte Einheiten behandelt.

Background
Der Prozessor (Abkürzung für CPU - Central processing Unit = zentrale Recheneinheit) ist der wichtigste Bestandteil eines Computersystems. Er ist der eigentliche Computer (Rechner).

Bei den verbreiteten Prozessoren seit den Neunziger Jahren (Pentium-Typen von Intel, Athlon-Typen von AMD) handelte es sich bis 2003 um 32-Bit-Prozessoren.
Der Intel Pentium 1 erschien 1993 als Nachfolger des 486, besaß eine Taktfrequenz von 66 MHz und führte die noch für heutige Prozessoren entscheidenden technologischen Neuerungen ein: Superskalare Architektur (mehr als eine Pipeline (=Ausführungseinheit), dadurch gleichzeitiges Ausführen mehrerer Befehle), Verzweigungsvorhersage (in einem cache-ähnlichen sog. Prefetch-Buffer wird derjenige Code einer laufenden Anwendung vorgehalten, der wahrscheinlich in naher Zukunft abgearbeitet werden wird),  größere und voneinander getrennte Befehls- und Datencaches, 64-Bit-Speicherbus, verbesserte Floating-Point-Einheit.

Mit späteren  Pentium-1-Typen wurde zusätzlich die Multimedia-Technologie MMX eingeführt, die ihrerseits etliche Verbesserungen  und Nachfolgetechnologien erfuhr.
Die Nachfolger Pentium II, III und 4 wurden nicht nur mit immer höheren Taktfrequenzen (sowohl interner Takt und Frontside-Bustakt) versehen, sondern mit immer größeren bzw. manchmal auch nur effizienteren L1- und L2-Caches ausgerüstet, neuen oder verbesserten Multimedia-Befehlssätzen und optimierter Verzweigungsvorhersage.

Bedeutende technologische Neuerungen wurden wieder mit dem Pentium 4 eingeführt (als "NetBurst" von Intel zusammengefasst), u.a.: Busdatenrate um ein vierfaches höher als Frontside-Bus-Taktung, indem pro Takt die vierfache Datenmenge transportiert wird (Quad-Pumped), 128-Bit-Speicherzugriff durch optionale zweikanalige Speicheranbindung, SSE2, Hyperthreading (virtueller Multiprozessorbetrieb - dadurch verbessertes Multitasking).
Mit den Pentium-4-Typen EE (Extreme Edition) und E ("Prescott") wird eine neue Sockeltechnologie (Sockel 775) eingeführt - flache Kontakte (LGA - Land Grid Array) statt Pins (PGA - Pin Grid Array). Der Prozessor wird nicht mehr per Hebel, sondern Klappe in den Sockel gedrückt.

AMD produzierte schon in den 80-er Jahren Prozessoren für PC´s, die damals jedoch baugleich mit den Intel-CPU´s waren.
Der Athlon-Prozessor war dagegen eine eigenständige Entwicklung, mit einem neuen Bus-Protokoll (EV 6) und DDR-Speicheranbindung. Daher sind seither für AMD-Prozessoren andere Chipsätze und damit auch Mainboards erforderlich als für Intel-Prozessoren.
Während der erste Athlon, ähnlich wie der Pentium-II, noch in einen Slot gesteckt wurde (Slot A), verwenden alle späteren Athlon-, Athlon XP, Duron- und Sempron-Prozessoren den Sockel A (462).
Vom verbreiteten Athlon XP Prozessor gab es drei Entwicklungsstufen mit jeweils modifiziertem CPU-Kern:  Palomino mit 133 MHz echtem FSB-Takt und bis 1,73 GHz Taktfrequenz (XP 2100+); Thoroughbred mit 133/166 MHz FSB, max. 2,25 GHz interner Takt (XP 2800+); Barton mit 166 und 200 MHz FSB, 2,19 GHz (XP 3200+). Wie seit altersher üblich, wurden neben den vollausgestatteten Typen Athlon/Athlon XP preiswertere Modelle (Duron/Sempron) angeboten.

Typische Begleit-Phänomene der historischen Prozessorentwicklung sind die immer feiner werdende Fertigungstechnologie (Leiterbahnenabstände), dadurch bedingt auch die immer geringere erforderliche Prozessorbetriebsspannung, andererseits aber auch die immer höhere Betriebstemperatur auf Grund der hohen Taktfrequenzen und die Notwendigkeit von immer leistungsfähigeren und grösseren Lüftern. Für den mobilen Einsatz wurden andererseits stromsparende, abwärmereduzierte Typen entwickelt.

Mit Intels Itanium und AMD´s Opteron wurden - im Serverbereich - die ersten 64-Bit-Prozessoren eingeführt. Die ersten für den Massenmarkt konzipierten 64-Bit-Prozessoren führte AMD Ende 2003 mit Athlon 64 (ein Speicherkanal, Sockel 754) und Athlon 64 FX-51 (zwei Speicherkanäle, größerer L2-Cache, Sockel 940) ein. Neuere Athlon-64- (nunmehr mit zwei Speicherkanälen) und Athlon-64-FX-Typen basieren auf dem Sockel 939, unterstützen den (preiswerteren) non-registered DDR-Speicher und die Stromsparfunktion Cool ´n Quiet.
Im Gegensatz zu Intels Itanium-Prozessor sind die AMD-Typen 32-bit-softwarekompatibel. Mitte 2004 führte Intel auf dem 32-Bit-Xeon eine zur AMD64-Architektur analoge Erweiterung namens EM64T (Extended Memory 64 Technology) ein. Sie findet sich ab den Pentium D, Pentium Extreme-Edition-, Core und Core 2 Modellen.

Ab 2006 setzen sich die sowohl von Intel als auch von AMD produzierten Prozessoren mit Dual- und Quad-Core-Technologie durch.
Durch Integration der Grafik-Unit in den Prozessor-Die auf Intel Sandy Bridge Prozessoren und AMD APU´s erfolgt eine weitere Optimierung der System- und Grafikleistung.



Informationen
Bereich CPU Allgemeines

Prozessor-Name: Prozessoren geben die Prozessortyp-Bezeichnung nicht allein kodiert (CPUID-Codenummer), sondern im Klartext (beschreibend) aus. Es handelt sich mithin um die offizielle Produktbezeichnung, doch gibt es eine Besonderheit. Auf manchen CPUs ist die Ausgabe variabel, und kann programmiert werden. Ist der Prozessor auf einem Mainboard nicht korrekt konfiguriert worden (FSB zu niedrig eingestellt etc.), erfolgt u.U. eine andere Ausgabe.

Erweiterte Bezeichnung und Details: Die Prozessor-Identifikation erfolgt hier über interne Merkmale, v.a. über die Prozessorkennung CPUID.
Die Angabe wird wahrscheinlich dann fehlschlagen, wenn Dr. Hardware diesen Prozessor noch nicht kennt. Er wird dann fehlerhaft, sehr häufig als Vorgängertyp identifiziert werden. Ist die vorliegende Programmversion schon älter, sollten Sie sich nach einem Update umsehen.
Die häufig von Prozessorherstellern in der Planungsphase eingeführten Pre-Produktionsnamen werden i.d.R. nicht wiedergegeben. Zum einen werden sie vom Hersteller offiziell nur für den internen Gebrauch verwendet, und zum anderen könnte die bloße Erwähnung eines solchen Namens aus markenschutzrechtlichen Gründen leicht zu rechtlichen Problem führen, wie es in der Vergangenheit leider immer wieder vorkam.
Zu beachten ist auch, daß einige Prozessoren eine programmierbare CPUID besitzen. Wenn der Prozessor BIOS-seitig nicht korrekt konfiguriert ist, kann die Prozessorbenennung daher vom erwarteten Standard abweichen - ein Athlon XP könnte zum Beispiel als klassischer Athlon ausgegeben werden.

Taktfrequenz: Beschreibt die Frequenz, mit der auf dem Prozessor die Taktzyklen aufeinanderfolgen. Hätte der Prozessor 1 Hertz Taktfrequenz, würde pro Sekunde genau 1 Takt erfolgen. Der erste PC-Prozessor 8086 mit 4,77 MHz schlug 4770 mal in der Sekunde, ein 1-GHz-Prozessor bereits 1 Million mal (1 G(Giga)Hz= 1000 M(ega)Hz).
Über die Abfrage des prozessorinternen Time Stamp Counters (eines hochfrequentigen Zählers) wird die tatsächliche Taktfrequenz des Prozessors zu messen versucht.
Der gemessene Wert wird authentisch wiedergegeben. Es wird nicht versucht, diesen Wert zu runden. Er schwankt wegen externer Störeinflüsse während der Messung und weicht in aller Regel um bis zu ein MHz von der tatsächlichen Frequenz ab, bei hochtaktigen Systemen (1 GHz und mehr) gegebenenfalls stärker - jedoch weicht auch die tatsächliche Frequenz leicht von der Norm ab.
Insbesondere Notebook-Prozessoren laufen jedoch je nach Systemauslastung mit variabler Taktfrequenz, so daß ggf. zwar der zum Messzeitpunkt faktische, aber nicht der Maximaltakt ermittelt wird. Bei AMD-Prozessoren (etwa Athlon XP 3200+) ist zu beachten, daß die in der Bezeichnung enthaltene Geschwindigkeitsangabe nicht die native Taktfrequenz wiederspiegelt (sog. Quantispeed, früher P(erformance)-Rating; obwohl von AMD selbst nicht explizit so formuliert, suggeriert diese Angabe: ...ist so schnell wie ein entsprechend getakteter Pentium-Prozessortyp)

Technologie: Angabe, ob es sich um einen 32-Bit-Prozessor handelt oder um eine CPU der neuen Generation mit 64-Bit-Erweiterungen. Bei AMD-Prozessoren heisst diese AMD64, bei Intel EM64T. Diese Erweiterungen befähigen 64-Bit-Software - nicht jedoch 32-Bit-Software - zu höherer Performance unter 64-Bit Betriebssystemen.

Reine 64-Bit-Prozessoren von Intel können nicht mit 32-Bit-Betriebssystemen betrieben werden. Die reine 64-Bit-Technologie, vorwiegend im Serverbereich genutzt, heißt IA-64 (Intel Architecture).

Befehlssätze: Auflistung aller erweiterten sogenannten SIMD (Single Instruction Multiple Data)-Prozessorbefehlssätze, die von Intel erstmals mit dem Pentium als MMX eingeführt wurden. Mit dem Pentium III wurde SSE (Streaming SIMD Extensions), mit dem Pentium 4 SSE2 eingeführt. AMD führte die 3DNow! und 3DNow! Enhanced Befehlssätze ein, unterstützt aber auch die Intel-Befehlssätze. Grundzweck ist die parallele Anwendung eines Befehls auf gleichartige Daten, wie sie v.a. im Multimediabereich (Bild-, Sound-, Videodateien) anfallen. Die Befehlssätze entfalten nicht automatisch ihre Wirkung, müssen vielmehr softwareseitig aktiv zum Einsatz gebracht werden.

Thermometer: Auf Systemen mit einem auf dem Prozessor-Die installierten digitalen Temperaturfühler wird versucht, den aktuellen Wert zu ermitteln. Auf Intel-Systemen wird ein relativer Wert bezogen, der die Differenz zu einem kritischen Maximalwert repräsentiert. Der angegebene absolute Wert steht unter Vorbehalt, da dieser immer nur anhand des prozessorspezifischen Grenzwertes indirekt erschlossen werden kann, der seinerseits nicht für alle (insbesondere ggf. neuere) Prozessortypen bekannt ist.
Tipp: Um die Temperaturfühler aller Prozessorkerne auszuwerten, müssen Sie im Expertensetup die Option, die die Einzelanalyse aller Prozessoren/Kerne erlaubt, aktivieren.

Hinweis: Die Analyse des thermalen Sensors basiert auf Low-Level-Techniken. Sie kann im Expertensetup deaktiviert werden.


Bereich CPUID
CPUID ist ein Befehl, den alle modernen Prozessoren unterstützen. Nach Ausführung enthalten bestimmte Register Informationen, die zur Identifikation des Prozessors dienen sollen.
CPUID Werte: Der Identifikationscode im engeren Sinne - er wird unterteilt in erweiterte (extended) Familie/Modell sowie Basis-Familie, -Modell und -Stepping (Revision).
CPUID Details: Angabe der sogenannten Effective Familie/Modell, ein aus obigen Rohwerten zusammengesetzter Wert bei neueren Prozessortypen sowie bitweiser Output der zugrundeliegenden CPUID-Funktion im EAX-Register nach Absetzen des CPUID-Befehls mit EAX=1. Angaben in Hexadezimal- bzw. Binär-Schreibweise.
Hersteller: Die vom Prozessor selbst ausgegebene Hersteller-Bezeichnung, etwa GenuineIntel, AutheticAMD, CyrixInstead usw.

Brand-ID: Dieser Code wurde von Intel zur noch präziseren Unterscheidung von Prozessoren eingeführt. Angegeben wird die ID im Hexadezimalformat und, soweit daraus ableitbar, der Prozessortyp, für den die ID steht.
Seriennummer: Angabe der Seriennummer, beschränkt auf den Intel Prozessor Pentium III.

Die Angaben zum internen Cache erfolgen nur bei ausgewählten Prozessoren, Angaben zum Frontside-Bustakt finden Sie auf der CPU-Seite der SMBios-Analyse.

Bereich Prozessor-Details (SMBios)
Zusätzliche Informationen, ausgelesen aus dem SMBios und wiedergegeben wie dort stehend, teilweise identisch mit oben gelisteteten Daten.

Die wichtigsten Informationen, die hier stehen, sind folgende:
- der Sockeltyp: Der Prozessor ist nicht fest auf das Mainboard aufgelötet (was früher bei 386SX-Prozessoren häufig vorkam), sondern wird entweder über einen Slot (Pentium II/III-, Celeron-  und frühe Athlon-Modelle) oder über einen Sockel auf dem Mainboard installiert. Die frühere Variante, der Sockel, hat sich letztendlich durchgesetzt, nachdem man mit dem 486-er den ZIF-Sockel (Zero Insertion Force - kraftlose Einfügung) mit Arretierhebel eingeführt hatte. Denn früher mußte man den Prozessor mit Greifzange oder Schraubenzieher vom Sockel abrupfen, worunter seine Pins häufig litten (LIF-Sockel, Low Insertion Force). Historisch bedeutsame ZIF-Sockeltypen waren Typ 3 (486), 4 (Pentium 60/66), 5 (Pentium P54C), 7 (neuere Pentiums, AMD K6), 370 (Pentium III, Celeron). Verbreitet sind derzeit Typ 478 (Pentium 4) und Typ A (oder 462 - Athlon, Duron, Athlon XP). Die heutigen Bezeichnungen orientieren sich an der Anzahl der Kontakte. Neben der Pin-Kompatibilität sind jedoch auch Versorgungsspannung und BIOS-Support erforderlich, damit ein Prozessor in einem Sockel läuft. In der Umgebung des Sockels befinden sich Spannungsregler und Kondensatoren (die die vom Netzteil gelieferte Spannung anpassen und stabilisieren). 
- Anzahl der Cores/Threads
- Prozessor-Spannungen
- Taktfrequenzen: angegeben werden von links nach rechts die aktuelle interne Prozessortaktfrequenz, der Front-Side-Bustakt (äußere Prozessortaktfrequenz) und die vom Mainboard unterstützte maximale interne Taktfrequenz. Häufig wird der letztere Wert nicht korrekt wiedergegeben, andernfalls liefert er einen Anhaltspunkt für die Aufrüstmöglichkeit dieses Mainboards.


Bereich Cache

Als Cache bezeichnet man einen kleinen, aber dank Einsatz von statischen SRAM-Chips sehr schnellen Zwischenspeicher für Daten und/oder Befehle, die für anstehende Rechenoperationen wahrscheinlich benötigt werden.
TLB: (Translation Lookaside Buffer). Wichtiger Bestandteil des Level1-Cache.
Daten-Cache: Der Level1-Cache, der Daten zwischenspeichert.
Befehls-Cache: Der Level1-Cache, der Befehle zwischenspeichert.
Trace-Cache: Der Level1-Cache, der ab Pentium-4 die Rolle des Befehls-Cache übernimmt.
L2-/L3-Cache: Größe des Level2- und, sofern vorhanden, Level3-Cache. Der Level2-Cache dient überwiegend zum Zwischenspeichern von Anwendungsdaten, ist entsprechend groß, aber nicht so schnell (auch prozessorferner!) als der L1-Cache.

Bereich Prozessor-Features
Listet in Tabellenform bedeutende Prozessor-Eigenschaften auf und gibt an, ob sie von der CPU unterstützt werden.

Grad der  Ergebnis-Zuverlässigkeit: hoch, wenn Prozessor bekannt, sonst Fehlangaben, meist auf die Prozessorbezeichnung beschränkt, möglich.


Mainbios und Mainboard
Allgemeines
Beschreibt die Komponenten des Mainboards: Bios, Bustyp, Chipsatz, Speicher usw. Die Informationen können bei Systemen unvollständig sein, für deren Chipsatz (noch) keine Datenblätter vorlagen, da einige Analysen über Chipsatzregister durchgeführt werden.
Die Mainbios-Angaben werden teilweise durch direkte BIOS-ROM-Auswertung erzielt. Dadurch schwankt die Ergiebigkeit der Resultate. Andererseits sind die Resultate authentischer als bei einigen anderen Testprogrammen, die lediglich Registry-Strings auslesen. Wird z.B. das Mainboard ausgewechselt, Windows aber nicht komplett neuinstalliert, werden diese Registry-Einträge gegebenenfalls nicht erneuert, so daß von genannten Programme noch das frühere BIOS "analysiert" wird. Schnitzer dieser Art sind bei Dr. Hardware nicht zu erwarten.

Informationsfelder
Bereich Mainboard
Hersteller/Modell:  Hersteller und Modell werden über direkte BIOS-Abfrage oder über Auswertung des SMBios festgestellt.

Chipsatz: Der Chipsatz (ein Satz logisch miteinander verknüpfter Chips oder (inzwischen) auch oft nur ein einziger Chip) ist neben dem Prozessor die Hauptbausteingruppe auf einem Mainboard. Erstmals eingeführt auf 386-er Systemen, schafft er die Verbindung zwischen Prozessor und allen anderen Funktionsgruppen. Die Northbridge bindet Speicher, Cache und AGP-Bus an den Prozessor an und ist mit diesem auf kürzestmöglichem Weg verbunden; die Southbridge ist für alle Arten von Peripheriegeräten (Tastatur, Maus, USB-Ports), die PCI-Steckplätze, den IDE-Controller, Power Management und optionale Onboard-Einheiten wie Netz- oder Soundcontroller zuständig und ist direkt mit der Northbridge und damit nur indirekt mit dem Prozessor verbunden. Während sie früher über den PCI-Bus angebunden war, wird sie heute über wesentlich schnellere proprietäre Busse (z.B. MuTIOL von SiS, 4X V-Link von Via, Hypertransport von Nvidia und ALi) angebunden.

Mit dem Athlon-64 wurde diese klassische Anordnung in leistungssteigernder Weise optimiert, indem der Speichercontroller der Northbridge direkt in den Prozessor integriert wurde.

Bussystem: Parallellaufende Verbindungsleitungen zwischen verschiedenen Komponenten auf dem Mainboard werden als Busse bezeichnet. Im engeren Sinne versteht man darunter den Bus für Erweiterungssteckkarten. Dieser wird hier angegeben. Im PC-Bereich existierten geschichtlich betrachtet folgende Bussysteme: ISA (Intelligent System Architecture - 8/16Bit - von modernen Mainboards nur noch vereinzelt neben PCI unterstützt), EISA (Extended ISA - 32 Bit - ISA-abwärtskompatibel), MCA (Microchannel Architecture - 32 Bit - IBM-proprietär), VLB (Vesa Local Bus - 32 Bit - ISA-abwärtskompatibel) und PCI (Peripheral Component Interchange - 32/64 Bit). Speziell für die Grafikkarte eingeführt wurde der AGP-Bus (Accelerated Graphics Port). Letzterer wurde mit immer höherer Bandbreite (Datendurchsatz) unter den Bezeichnungen 1x, 2x (beide 3,3 Volt Spannung), 4x und 8x Rate (beide 1,5 Volt) angeboten. Manche AGP-Slots unterstützen beide Spannungstypen, andernfalls verhindert die Slotausführung ein versehentliches Einstecken des falschen Kartentyps. Darüberhinaus existiert seit 1990 eine speziell für Notebooks konzipierte Busschnittstelle (PCMCIA - 16 Bit, später modifiziert und in PCI-Busankoppelung als Cardbus (32 Bit) ausgeführt). Der mit dem Pentium I eingeführte PCI-Bus basiert auf 33 MHz Bustakt, später gab es auch 66-MHz-Support. Eine 64-Bit-Ausführung (PCI-X) mit abwärts-inkompatiblem Design fand vorwiegend im Server-Bereich Verwendung. PCI und AGP werden heutzutage von der neuen Schnittstelle PCI Express ergänzt.

Speicher: Angabe der Größe des physikalischen Speichers, entweder über Auswertung spezieller Chipsatzregister ermittelt (dann wird zusätzlich der Speichertyp mitangeführt), oder per Windows-Funktionsabfrage. Im letzteren Fall ist der Wert zumeist geringfügig kleiner als die tatsächliche Kapazität der RAM-Bausteine, es handelt sich um einige hundert KB, die biosseitig für das Bios-Shadowing noch vor dem Windows-Betriebssystemstart reserviert wurden.

L2-Cache: Ein Cache ist ein schneller Zwischenspeicher, in dem häufig benötigte Daten vorgehalten werden, um den langsameren Hauptspeicherzugriff nach Möglichkeit zu vermeiden. Man unterscheidet L1-, L2- und L3-Cache. Der Level-2-Cache war lange Zeit extern auf dem Mainboard untergebracht (heute dagegen in der CPU integriert), weshalb er aus Gewohnheit noch immer unter den Mainboard-Informationen angezeigt wird. Der L2-Cache ist einerseits mit dem kleineren, noch schnelleren L1-Cache des Prozessors, andererseits mit dem Hauptspeicher verknüpft.

Bereich Bios
Das BIOS (Basic Input Output System) ist ein fest auf der Hauptplatine installiertes Mini-Betriebssystem, das den Bootvorgang ermöglicht und damit das System auf die spätere Arbeit mit der Betriebssystemsoftware (Windows) vorbereitet. Das BIOS ist exakt auf das jeweilige Mainboard und dessen Spezifikationen zugeschnitten. Über das BIOS-Setup (das nach dem Einschalten meistens mit der F2- oder ENTF/DEL-Taste aufgerufen werden kann) kann der Anwender das BIOS steuern, also das System konfigurieren. Sinnvoll ist dies häufig, um die Systemleistung zu optimieren durch Verändern von Speichertiming-Einstellungen oder Prozessor-/Bus-Übertaktung; notwendig dagegen ist es manchmal, wenn ein PC nicht korrekt bootet, instabil läuft oder ein angeschlossenes Gerät nicht funktioniert. Dann können als Erste-Hilfe-Maßnahme zunächst die "Bios Setup Default"-Einstellungen aktiviert werden, konservative Einstellungen für einen sicheren, wenngleich leistungsärmeren Betrieb. Läuft das System anschließend stabil, sollte man schrittweise die schnelleren Setupwerte wieder aktivieren - bis man auf die problemauslösende Einstellung gestossen ist. Das BIOS wurde früher in ein Eprom eingebrannt, heute dagegen in ein E(rasable)Eprom geflasht. Mit spezieller Software, die auf der Webseite des Mainboard-Herstellers bereitsteht, kann (und sollte) das BIOS regelmäßig upgedatet werden.

Bezeichnung: Angabe des BIOS-Herstellers und, falls möglich, genauere BIOS-Typenbezeichnung. Am häufigsten kommt das BIOS zur Zeit von AMI, Phoenix und Award. Der Hersteller Award wurde inzwischen von Phoenix übernommen, so daß eines der heute sehr verbreiteten BIOSse das Phoenix AwardBios ist.

Versions-Kennung: BIOS-ID, die beim Einschalten des Rechners auf dem Bildschirm kurz angezeigt wird, und die in kodierter Form den Mainboard-Hersteller enthält. Bei praktisch allen neueren Mainboards können Mainboard-Hersteller und Produktname jedoch auch softwareseitig über das SMBios (s. dort) festgestellt werden.

Bios-Datum: Das Datum der (letzten) BIOS-Aktualisierung ist eine sehr wichtige Information, denn ein BIOS, das schon mehrere Jahre alt ist, sollte aktualisiert werden, zumindest dann, wenn der PC Hardware-Probleme, Supportdefizite für bestimmte Schnittstellen oder andere Inkompatibilitäten aufweist.

Copyright: Der BIOS-Hersteller trägt in den BIOS-Sourcecode sein Copyright ein. Dieses wird hier angezeigt, soweit es gefunden wurde. Mit dem BIOS-Viewer (Bereich Überblick) können Sie den BIOS-Inhalt selbst erforschen.

Grad der  Ergebnis-Zuverlässigkeit: variabel - falls Chipsatz und BIOS ausgewertet werden können: hoch, sonst unvollständige oder Fehlangaben möglich.


Weitere Informationsbereiche (SMBios-Analyse)

Allgemeines

Die Mainboard-Details werden über das System Management Bios (SMBios, früher  DMI (Desktop Management Interface)) ermittelt. Aus unten erläuterten Gründen werden die hierüber gewonnenen Daten nicht in den Analyseseiten "CPU" und "Mainboard" berücksichtigt, so daß Diskrepanzen zwischen den hier und den dort gemachten Angaben auftreten können.

Leider sind die SMBios-Funktionen in einigen (vorwiegend älteren) Bios-Versionen nicht sauber implementiert worden. Bei der Analyse  kann daher u.U.eine Exception ausgelöst werden. In solchen Fällen hilft ggf. das Aufspielen einer neuen Biosversion via Flash-Utility weiter. Gelegentlich wird der Zugriff auf die SMBios-Datenbank auch vollständig scheitern.
Des weiteren kann über das BIOS Setup (Einstellung "Update ESCD") eine Aktualisierung der SMBios-Datenbank erzwungen werden, die allerdings häufig nicht funktioniert.

Im Erfolgsfall sind die ermittelten Daten aus zweierlei Gründen mit kritischem Blicke zu betrachten:
1. Manche SMBios-Strukturen können vom Anwender selbst verändert oder ergänzt werden. (Einigen Boards liegt hierfür ein Konfigurationsutilty bei). Diese Felder können im Urzustand leer oder mit Dummy-Strings vorbesetzt sein (etwa Board-Seriennummer: 123456789) - dementsprechend läßt sich in Einzelfällen nicht ausschliessen, daß statt echter Daten Informationsmüll angezeigt wird.
2. Der Informationswert der gewonnenen Daten ist bei den einzelnen Strukturtypen nicht gleich hoch einzustufen und muß von Bios zu Bios genau geprüft werden. Nach den bisherigen Erfahrungen läßt sich folgende allgemeingehaltene Einschätzung abgeben: Die Informationen über Prozessor und Ports können relativ unpräzise sein im Vergleich zu den in den Analysefenstern "CPU", "Mainboard" und "Multi-I/O-Chip"gemachten Angaben; die Angaben über Bioskennungen und Gehäuse sind ggf. reine Pseudo-Daten oder vom Anwender selbst ergänzte Daten; bei den Angaben zu L1- und L2-Cache kann der Cache-Typ (synchron, PBurst etc.) falsch angegeben sein; bei Speichermodulen wurden unkorrekte Zugriffszeit-Angaben beobachtet, bei Memorycontrollern und Schnittstellen unvollständige Angaben zu den unterstützten Versorgungsspannungen; abgesehen davon sind die Speichercontroller- bzw. modulspezifischen Daten vielleicht die ergiebigsten überhaupt. Vor allem auf Low-Cost-Boards werden die Einträge extrem lückenhaft und teilweise nachlässig vorgenommen.

Die Analyse kann unter Windows NT/2000/XP/2003/Vista nur für SMBios-Versionen >= 2.1 durchgeführt werden, die jedoch inzwischen seit Jahren von allen neuen Mainboards unterstützt wird.

Informationsseiten
Bios
Neben Hersteller, Version (ab SMBios Version 2.4 ggf. auch System Bios und Embedded Controller Firmware Release) und Datum finden Sie hier Angaben zum Typ (z.B. bedeutet Flash-Bios, daß dieses Bios per Software upgedatet werden kann), die Adresse im Speicher (Lage), sowie die unterstützten Bootoptionen. Außerdem ist die SMBios-Version angegeben und die in der Datenbank gefundenen SMBios-Strukturen werden aufgezählt.

System
Ergänzende Angaben zu den Bereichen Bios und Mainboard, u.a. Bootstatus und Wake-Up-Typ, interne warenbezogene Produkt-ID und -Familienbezeichnung des Herstellerls etc. - leider fehlen die Informationen sehr häufig.

Board
Das Hersteller- oder zumindest das Produkt-Feld werden von praktisch jedem Mainboard-Hersteller gefüllt, man erhält hierüber also eine recht zuverlässige Methode, um das Mainboard-Modell genau zu bestimmen.

Gehäuse
Enthält Detail-Informationen zu Gehäuse und Systemstatus, die jedoch sehr häufig fehlen können bzw. vom Bios nicht ermittelt werden können (z.B. Gehäusetyp eines Standard-PCs).


Speicher
Auflistung der installierten Speichermodule.

Cache
Angaben zum L1-, L2- und ggf. L3-Cache. Veraltet und damit unkorrekt sind häufig die Angaben zur Technologie, während die Cache-Größen i.d.R. korrekt angegeben werden.

Bus-Slots
Listet die ISA-, PCI- und AGP-Slots des Mainboards auf. Nicht selten fehlt in der Liste der AGP-Slot oder sein Typ wird nicht vollständig korrekt wiedergegeben, etwa daß es sich um einen AGP-Slot mit 4x-Rate handelt. Ebenfalls fehlerhaft sind oft die Angaben zur Versorgungsspannung, insbesondere beim AGP-Slot. Hier findet man häufig den Wert 5 Volt, obwohl ältere AGP-Slots 3.3. Volt, und neuere (AGP 4x und höher) 1.5V unterstützen, wobei bei den neueren einige auch abwärtskompatibel sind und 3.3 Volt zusätzlich unterstützen.

Schnittstellen
Listet die Schnittstellen vom Parallelport über USB bis Firewire auf. Die interessantesten Informationen sind die Innen- und Aussensteckerangaben, obwohl diese nicht immer zwingend korrekt sein müssen, insbesondere nicht für die Aussenstecker der seriellen und parallelen Ports. 

Portable Batterie
Angaben zum Akku eines Notebooks. Interessant sind die Angaben zur relativen Lage der Batterie innerhalb des Geräts, zur chemischen Zusammensetzung sowie zur Kapazität, insbesondere der geschätzten verbleibenden Lebensdauer der Batterie. Leider gilt hier wiederum: häufig sind die Angaben unvollständig.

Grad der Ergebnis-Zuverlässigkeit: bei vielen Qualitäts-Boards sehr hoch; sonst ggf. niedrig.



Onboard-Devices

Allgemeines

Listet die Funktionseinheiten des bei vielen modernen Boards vorhandenen programmierbaren Multi-I/O-Chips wie serielle und parallele Schnittstellen, Floppycontroller usw. auf.
Der Benutzer kann die Einheiten über das erweiterte BIOS- bzw. Plug&Play-Setup konfigurieren, etwa, um beim Parallelport den ECP-/EPP-Modus an- bzw. abzuschalten.
In den Mainboards der Zukunft werden die Aufgaben des I/O-Chips zunehmend vom Chipsatz übernommen werden.

Grad der Ergebnis-Zuverlässigkeit: sehr hoch





 SDRAM

Background
SDRAM (Synchronous Dynamic Random Access Memory)-Speichermodule haben im PC-Bereich die asynchronen DRAM-Module (PS/2-SIMMs) abgelöst. Ihre spezifischen Eigenschaften sind: Speicher ist flüchtig (Random Access Memory vs. Read Only Memory); arbeitet dynamisch (vs. statisch - SRAM, z.B. Cache-Speicher), bedarf daher der regelmäßigen Auffrischung (Refresh) auf Grund der Kondensatoren-Selbstentladung; arbeitet synchron zum äußeren CPU-Takt (FSB). Man unterscheidet ferner gepufferte (buffered oder registered, enthalten Pufferverstärker zur elektrischen Stabilisierung bei mehr als 3 Modulsteckplätzen) und ungepufferte Module, wobei letztere auf gewöhnlichen Desktop-Mainboards zum Einsatz kommen.
Die ersten Athlon-64 und Opteron-Modelle hingegen benötigen gepufferte Module, die deutlich teurer zu sein pflegen als ungepufferte.

Die Analyse berücksichtigt als "artfremde" Speichertypen auch RAMBus-Module, da sie methodisch gleich analysierbar sind.

Allgemeines
Die Analyse wird über die sogenannte Serial-Presence-Detect-Methode (Spezifikation 1.2b gemäss Intel, Stand Nov. 1999 sowie aktuelle Rambus- und DDR-SDRAM-SPD-Spezifikation) unter Hinzuziehung der DDR- und DDR2-SDRAM-Spezifikationen durchgeführt. Die Daten werden einem kleinen Eeprom-Chip entnommen, den man bei genauem Betrachten irgendwo auf dem Modul neben den Speicherchips finden kann.
Die Analyse ist nur auf Mainboards mit bestimmten Chipsätzen möglich und kann daher auf einigen Systemen leider (noch) nicht durchgeführt werden. Unterstützt werden Systeme mit Intel-, VIA-, AMD-, SiS-, nForce-, nForce2/3- und (älteren) ALI-Chipsätzen, wobei alleine Intel-chipsatz-basierende Systeme dank lückenloser Dokumentation vollständig abgedeckt sind. Andere Hersteller stellen keine Informationen zur Verfügung.
Viele neuere Boards von Asustek sperren den Zugriff leider vollständig (Analyse ist dennoch inzwischen auf vielen Asus-Mainboards möglich) , und auf sehr vielen ALI- und SiS-chipsatz-basierenden Systemen ist der SMBus-Controller nicht aktiviert (und lässt sich auch nicht über das Bios-Setup aktivieren). Auf anderen Systemen kann das Aktivieren des Power Managements (APM bzw. ACPI) über das Bios-Setup ggf. den SMBus-Controller mitaktivieren.

In seltenen Fällen kommt es vor, daß der Zugriff  beim ersten Starten des Programmes während einer Windows-Sitzung scheitert, nach nochmaligem Programmstart jedoch funktioniert! Ausprobieren!

Ältere SDRAM-Module, die über kein Eeprom für die Serial Presence Detection verfügten, können nicht erkannt und analysiert werden. Ein Großteil der Informationsfelder kann überdies leer sein, da die Hersteller nicht immer alle Felder füllen.
Der Hersteller-Name kann aus der JEDEC-ID in vielen, aber nicht in allen Fällen ermittelt werden.

Sollten auf Ihrem Mainboard für die SDRAM-Module vom Standard abweichende Adressen vergeben worden sein, so können Sie im Experten-Setup {linkID=10} den abzusuchenden Adressbereich auch selbst festlegen, um die Nachfragen vor der erweiterten Suche zu übergehen.
Des weiteren kann über eine Option festgelegt werden, ob versucht werden soll, einen im System vermuteten, aber inaktiven SMBus-Controller einzuschalten und damit die Analyse zu ermöglichen.

Weitere Informationen über Speichermodule erhalten Sie ggf. über die SMBios- und die Chipsatzanalyse.


Informationsfelder

Bereich Übersicht
Typ: Erkannt werden können die Speichertypen SDRAM, Rambus (RIMM), DDR- und DDR2-SDRAM.

SPD-Revision

Kapazität: Größe des Speichermoduls. Bei RIMM´s kann derzeit die Modulkapazität noch nicht bestimmt werden.

MHz: Gibt die echte und die der Bandbreite entsprechende vom Modul unterstützte Speichertaktfrequenz an. Zu beachten ist, daß der tatsächliche Speichertakt bei DDR200-(=PC1600-)Modulen 100 Mhz beträgt, bei DDR266 (=PC2100) 133 Mhz, usw. für DDR333 (=PC2700)- und DDR400 (=PC3200)-Module, entsprechend dem FSB-Takt. Die doppelte Ausnutzung eines Taktsignals für die Datenübertragung bewirkt die scheinbare (effektive) Taktfrequenz von 200/266/333/400/533/667/800 MHz. (DDR=Double Data Rate).
Die alternative PCxxxx-Bezeichnung für DDR-Module nennt zugleich ihre theoretische Durchsatzrate, etwa PC1600=1600 MB/Sek. für DDR200-Module. Errechnet werden kann diese durch Multiplikation des effektiven Speichertaktes mit 8.

Ein Fragezeichen hinter der MHz-Angabe (bei SDRAM-Modulen und 133 Mhz) bedeutet, daß einige, aber nicht alle Timing-Parameter des Moduls die von der Spezifikation geforderten PC133-Mindestwerte erfüllen. Dies kann entweder bedeuten, daß das Modul tatsächlich nicht wirklich PC133-konform ist oder aber, daß das Eeprom unsauber programmiert wurde oder mit Absicht konservativere Werte eingetragen wurden (was offensichtlich sehr oft vorkommt).
Sie können im Eeprom-Listing selbst nachprüfen, ob und welche Werte der PC133-Norm entsprechen (Werte sind dem Beispiel-Listing der o.g. Spezifikation entnommen). Angegeben ist die Registernummer und dahinter der höchstzulässige Wert sowohl in Hex- als auch in Dezimalschreibweise, dazu die Bedeutung des Registers. Sind ein oder mehrere Werte für Ihr Modul höher als angegeben, entspricht es zumindest nicht in allen Teilen der Norm, und es kann daher sein, daß das Bios dieses Modul beim Booten nicht als PC133-Modul eingeordnet hat.

Register 09 : <= 75h/117d (SDRAM cycle time for highest CL (Tclk))
Register 10 : <= 54h/084d (SDRAM access time from clock for highest CL (Tac))
Register 32 : <= 15h/021d (Command and Address signal input setup time)
Register 33 : <= 08h/008d (Command and Address signal input hold time)
Register 34 : <= 15h/021d (Data signal input setup time)
Register 35 : <= 08h/008d (Data signal input hold time)

Hersteller: s.u.

Modul-Bänke: Beschreibt das interne Moduldesign nach der Anzahl der logischen Speicherbänke.

Adresse: Adresse auf dem SMBus, an der die Modul-Informationsdaten gefunden wurden. Reserviert sind hierfür die Adressen 50h bis 57h auf dem SMBus.


Bereich Eigenschaften
Dichte: Angabe der Kapazität pro Bank.

unterstützt: Angabe, ob Parity und ECC-Fehlerkorrektur unterstützt werden

Spannungstyp: Modul-Versorgungsspannung, 3.3 Volt für SDRAM-Module, 2.5 bzw. 2.6 V für DDR- und Rambus-Module, 1.8 V für DDR2-Module.

Timing: Gibt die minimale Zykluszeit in Nanosekunden und die niedrigste vom Modul unterstützte CAS-Latency (CL) in Taktzyklen an. Die CAS-Latenz ist einer von mehreren für die Performance wichtigen Timingparametern des SDRAM-Moduls. Um eine Speicherzelle zwecks Auslesung anzusprechen, muß sie per Zeilen- (Row Address Strobe - RAS) und Spalten- (Column Address Strobe - CAS)Signal addressiert werden. Die Verzögerung zwischen den beiden Adresszugriffen ist die RAS-to-CAS-Delay Time. Nach der Addressierung dauert es anschließend eine Zeit, bis die eingelesenen Daten am Speicherausgang bereitstehen (CAS Latency). Muß beim nächsten Zugriff die Zeile gewechselt werden, wird wiederum Zeit für das Umschalten auf die neue Zeile benötigt (Row Precharge Time). All diese Werte können häufig im BIOS-Setup verändert werden, und man kann die niedrigstmöglichen Werte durch Experimentieren ermitteln. Leider funktioniert die Option "SDRAM Configuration by SPD" auf Grund der mangelhaften Programmierung des Eeproms nämlich nicht immer.

Datenbreite: Die Datenbreite heutiger SDRAM-Module beträgt 64 Bit. Dies entspricht der Speicherbusbreite moderner Prozessoren, weswegen eine paarweise Bestückung wie bei den 32-bittigen PS/2-Simm-Modulen der früheren Zeit nicht notwenig ist (Ausnahme: spezielle Serverboards). Bestimmte Pentium-4-Chipsätze unterstützen inzwischen jedoch einen zweikanaligen Speicherzugriff, so daß eine 128-Bit-weise Anbindung des Speichers erfolgen kann, sofern zwei Module installiert sind.

Seite Identifikation
Das Eeprom kann weitere Produkt-Detailinformationen enthalten. Hierzu gehören die JEDEC-Hersteller-ID, aus der der Herstellername abgeleitet werden kann, Kalenderwoche und Jahr der Fertigung, Serien- und Teilenummer sowie ein Code, der den Produktionsort symbolisiert. Noname-Hersteller, die beim JEDEC-Konsortium keine ID beantragt haben, können nicht identifiziert werden.  

Seite Enhanced Performance Profiles (EPP)
EPP ist eine für Overclocking-Zwecke von NVidia entwickelte Ergänzung zum SPD-Standard. Sie wird derzeit noch nicht übergreifend von Speicherherstellern verwendet, setzt sich aber zunehmend durch. Es werden vom Speicherhersteller ein oder mehrere Profile mit Overclocking-relevanten Speicherparametern angelegt, so daß per Bios-Setup ein Profil automatisch geladen werden kann. Die Standard-SPD-Daten reichten zur Definition derlei laufstabiler Overclocking-Profile nicht aus.
Man unterscheidet zwischen kurzen und Vollprofilen. Letztere enthalten zusätzliche Parameter. Angegeben wird ferner, welches Profil das unter Performance-/Stabilitätsaspekten optimale gemäss Herstellerangabe ist.

Seite Eeprom-Inhalt
Byteweises Auflisten der SPD-Daten.

Grad der  Ergebnis-Zuverlässigkeit: sehr hoch.


Temperaturen

Wichtiger Hinweis!
Fehlerhafte Auswertungen sowie fehlende Daten treten bei dieser Analyse mitunter auf (über die Ursachen s.u.).
Daher dürfen keine voreiligen Schlüsse aus den angezeigten Werten gezogen werden. Extreme Temperatur- oder fehlende Lüfterwerte müssen daher nicht gleich Anlass zur Sorge geben. Bitte führen Sie im Zweifel eine Gegenkontrolle mit den im Bios-Setup angegebenen Sensor-Werten durch.

Background
Neuere Mainboards enthalten in der Regel Sensoren, die Versorgungs-Spannungen, Board- bzw. CPU-Temperatur und Lüfterdrehzahlen überwachen. Per BIOS-Setup-Einstellung oder einer speziellen Software können Grenzwerte festgelegt werden, bei deren Überschreiten systemschützende Maßnahmen getroffen werden können, von der Ausgabe eines Warntons über den PC-Lautsprecher bis hin zum automatischen PC-Shutdown.
Zum Einsatz kommen meistens Low-Cost-Sensoren, die etwa im Bereich der Temperaturmessung eine Meßtoleranz von 2-3°C aufweisen. Sie werden über den ISA- oder SMBus angesteuert.

Allgemeines
Schwerpunkt der Analyse liegt auf der Temperaturüberwachung. Sofern weitere Sensoren, die Spannungen und Lüfterdrehzahlen überwachen, sicher erkannt werden können, werden diese Daten ebenfalls gelistet.
Die Analyse ist schwierig, da die Abfragemethode sensor-spezifisch ist. Eine zusätzliche Schwierigkeit resultiert aus dem SMBus-Anschluss vieler Sensoren, da der Zugriff auf den SMBus wiederum chipsatzspezifisch ist. Unterstützt werden SMBus-Hosts auf vielen (nicht allen!) Systemen mit Intel-, VIA-, AMD-, SiS-, ATI- und NVidia-Chipsätzen.
Die Analyse umfasst die nachstehend aufgeführten verbreiteten Sensoren und kann auf einigen Systemen leider (noch) nicht durchgeführt werden.

Derzeit können folgende Sensoren abgefragt werden:
Winbond: W83781D, W83782D, W83783S, W83627HF, W83627THF, W83637HF, W83697HF, 83687THF, W83627EHF/EHG/DHG, W83971D, W83972D
Nuvoton: NCT6775F, NCT6776F
Asus: AS99127F, ASB100, Mozart
National Semiconductor: LM75, LM78, LM78J, LM79, LM80, LM81, LM84, LM85, LM87, LM90.
Genesys Logic: GL518, GL520, GL523, GL525
Analog Devices: ADM1021, ADM1021A, ADM1022, ADM1023, ADM1024, ADM1025, ADM1026, ADM1027, ADM1028, ADM1029, ADM1030,  ADM1031, ADM9240
Maxim: MAX1617, MAX1617A
Dallas Semiconductor DS1780
Heceta 2
SMSC MON35w42, MON35w82, SMSC6D100, SMSC6D102, SMSC6D103, SMSC6D103S, LPC47M1xx Lüftersensoren
VIA 686A interer Sensor
SIS 5595 interner Sensor
SiS 950 Sensor
ITE: ITE8705F/8712F/8716F/8718F/8722F Sensor sowie diverse LPC-Bausteine mit integriertem Sensor
Fujitsu-Siemens: Poseidon, Scylla, Hermes
TI THMC10, THMC50, ADT7463, MC1066


Einige Sensoren unterstützen nur einen Teil der vorgesehenen Werte, von einigen liegen nur vorläufige, inoffizielle, unvollständige oder fehlerhafte Spezifikationen vor.

Um die Suche nach dem tatsächlich im System vorhandenen Sensor zu beschleunigen oder um Sensortypen zu übergehen, die ggf. zu Problemen führen, können Sie die Sensoren-Analyse im Experten-Setup {linkID=10} sehr komfortabel konfigurieren.
Über eine Tabelle werden Ihnen dort folgende Optionen geboten:
Festlegen, ob nach einem bestimmten Sensor über den ISA-Bus und/oder SMBus bzw. überhaupt nicht gesucht werden soll.
Festlegen der SMBus-Adressen, auf denen nach einem Sensor gesucht werden soll.

Tipp: Um den Verlauf der Werte grafisch optimal verfolgen zu können, sollten Sie die automatische Aktualisierung einschalten (Frequenz nicht höher als zwei Sekunden, viele Sensoren aktualisieren ihre Werte nicht häufiger) und das Programmfenster auf Vollbildmodus vergrössern, so daß im Diagramm eine möglichst feine Auflösung eingestellt wird.

Es werden auch Daten aus vorangegangenen Programmsitzungen archiviert, sofern Sie dies nicht über die Experten-Einstellungen unterbinden.
Diese stehen in einer Tabelle auf einer eigenen Registerkarte.
Hinzuweisen ist noch auf ein sehr nützliches Feature (s. Programm-Einstellungen), das es erlaubt, die Daten auch dann laufend zu ermitteln und via Tooltip-Fenster darzustellen, wenn das Programm verkleinert, also in den System-Tray verschoben wurde.

Hinweis: Sie können zur weiteren Optimierung der Analyse beitragen, indem Sie die vom Programm ermittelten Werte mit den im Bios-Setup oder einem dem Mainboard beiliegenden Sensor-Analyzer entnommenen vergleichen und uns beide mitsamt Angabe des Sensor-Typs und Mainboard-Modells mitteilen (per Kontaktformular auf unserer Homepage{link=*! ExecFile("http://www.drhardware.de/pghgmail.htm")}.

Informationsfelder

Bereich Allgemeines
Angaben zu dem zugrundeliegenden Sensorchip. Bezeichnung und Zugriffsweg.

Bereich Spannungen
Soweit vom Sensor unterstützt, werden die CPU-Kernspannung (VCore - ggf. VCore 1 + 2 bei Prozessoren mit Dual-Spannung), die positiven Versorgungsspannungen +3.3, +5 und +12 Volt sowie die negativen Spannungen -5 und -12 Volt abgefragt - auf vielen neueren Systemen darüberhinaus die Batterie-Versorgungsspannung sowie die 3.3 und 5 Volt Standby Hilfsspannung. Die Standby-Spannungen werden unterschiedlich genutzt, etwa für die Wake-On-Lan-Funktion oder zur zusätzlichen Spannungsversorgung etwa für den PCI-Bus.
Für ATX-Netzteile gelten folgende zulässige Spannungstoleranzen: +5V/-5V/5VSB: (-)4.75 bis  (-)5.25 Volt; +12/-12V: (-)11.4 bis (-)12.6 Volt; +3.3V/3.3VSB: 3.17 bis 3.43 Volt.

Unsystematische Fehler im PC-Betrieb, Abstürze oder Blue Screens können unter Umständen durch ein überlastetes, zu keistungsschwaches oder instabiles Netzteil verursacht werden! Insbesondere beim Aufrüsten eines älteren Systems unter Beibehaltung des Gehäuses muß beachtet werden, daß ATX-Netzteile noch vor einigen Jahren oftmals nur eine Leistungsaufnahme von 230 oder 250 Watt besaßen. Heutige Prozessoren haben jedoch alleine bereits eine Leistungsaufnahme von 70 und mehr Watt. Ein stärkeres Netzteil kann manchmal Probleme beheben. Man kann ein Netzteil ggf. auch dadurch entlasten, daß man den Monitor nicht an das Netzteil, sondern direkt an das Stromnetz anschließt.

Negative Spannungen werden in vielen Systemen nicht überwacht, an andere Spannungsquellen angeschlossen oder mit spezifikationsfremden Umrechnungsalgorithmen belegt, so daß hier gröbere Fehlangaben vorkommen können. Anzumerken ist, daß die negative 12V-Spannung in heutigen Systemen in der Regel nicht mehr benötigt wird. Früher wurde sie von Diskettencontrollern benötigt. Dies mag ein Grund für die uneinheitliche Handhabung auf verschiedenen Boards bei gleichem Sensor sein.

Gelegentlich können die Spannungswerte falsch zugeordnet sein, etwa der 5-Volt-Wert dem 3.3-Volt-Feld und umgekehrt, wenn der Boardhersteller bei der Verdrahtung die offizielle Pin-Belegung laut Datenblatt nicht beachtet hat.

Lüfterdrehzahlen:
Aktuelle Werte der Prozessor- und ggf. Gehäuselüfter in Umdrehungen pro Minute.
Ausreichende Lüftung ist für heutige Systeme mit ihren extreme Wärme produzierenden Komponenten (Prozessor, Bausteine des Mainboards, Grafikkarte, Festplatten, optische Laufwerke) notwendig. In den heute überwiegend genutzten ATX-Midi- oder Bigtowers sollte erstens das Netzteil über ein zweckmäßiges Lüftungssystem verfügen. Empfohlen wird ein Netzteil mit Lüftungsöffnungen (im Inneren des Gehäuses) an der Front und v.a. auch zusätzlich am Boden, da dieser dem Prozessor zugewandt ist, am besten versehen mit einem Lüfter. Der zweite Netzteillüfter ist an der Rückseite installiert.
Zusätzlich ist ein Gehäuselüfter zu empfehlen (s.a.u. unter Temperatur-Werte).
Prozessorlüfter sind auf den jeweiligen Prozessortyp zugeschnitten. Hierbei ist auch zu beachten, daß der Lüfter ausreichend dimensioniert ist, denn es gibt z.B. Lüfter für frühe Athlon-Prozessoren, die für hochtaktige Athlon-XP nicht mehr ausreichen würden! Bevor der Lüfter aufgesetzt wird, muß auf den Prozessor-Die (die herausragende kleine Fläche im Zentrum) Wärmeleitpaste gleichmäßig dünn, aber deckend aufgetragen werden. Dies ist dann nicht erforderlich, wenn auf der Unterseite des Kühlkörpers (werksseitig) ein Wärmeleitstreifen aufgebracht wurde, jedoch muß in diesem Fall die Schutzfolie unbedingt entfernt werden. Der Lüfter muß so aufgesetzt werden, daß die Seite mit der Einsenkung über der erhabenen Rückseite des Prozessorsockels zu liegen kommt. Der Bügel wird dann auf der einen Seite unter die Sockelnabe eingehängt und auf der anderen Seite mit einer Flachzange (oder Schraubenzieher, falls er in der Bügelkerbe vor Abrutschen geschützt ist) heruntergedrückt, bis er unter der Nabe einrastet. Hierbei ist oft ein erheblicher Kraftaufwand nötig, weswegen es wichtig ist, daß man sich zuvor davon überzeugt hat, daß der Kühlkorper plan auf dem Prozessor aufliegt.
Bei neueren Prozessoren ist das Installieren der Lüftergehäuse durch Einhängen und Feststellen per Hebel vereinfacht worden.
 

Bereich Temperaturen
Temperatur-Sensoren werden überwiegend zur Temperaturüberwachung von Prozessor und Mainboard eingesetzt.
Um die CPU-Temperatur zu ermitteln, fragt der Sensor-Chip entweder einen prozessorinternen Temperatursensor ab, oder einen in der Nähe des Prozessors installierten Fühler (häufig im Zentrum des CPU-Sockels auf der Platine angebracht, als unscheinbares ovales Bausteinchen zu erkennen). In letzterem Falle wird der gemessene Wert mit einem Aufschlag versehen, um der eigentlichen CPU-Temperatur gerecht werden zu können.
Unterstützt das Mainboard den Anschluss weiterer Sensoren, können diese z.B. an einer Festplatte oder einer Grafikkarte angebracht werden, denn auch diese Komponenten erwärmen sich im Betrieb stark.
Die Temperatur-Sensoren sind in der Regel (aber nicht immer) wie folgt zugeordnet: Sensor 1: CPU, Sensor 2: Mainboard, Sensor 3: variabel, Sensor 4: variabel. Auf Systemen mit neueren Prozessoren gilt die Faustregel, daß der höchste Temperaturwert dem Prozessor zuzuordnen ist, während das Mainboard Werte im Bereich von ca. 25 bis 40° Celsius aufweist.

Die optimale Kühlung wird nur erreicht, wenn das Computergehäuse geschlossen ist. Ein System mit einer geöffneten Seitenverkleidung verstaubt nicht nur schneller, sondern wird schlechter gekühlt! Der Netzteillüfter saugt im Inneren des Gehäuses warme Luft an und gibt sie nach außen ab. Ein optionaler Gehäuselüfter wird so montiert, daß er kühle Luft von außen durch die Lüftungsschlitze an der Gehäusevorderseite in das Gehäuse saugt, so daß die warme Luft über der Platine, insbesondere dem Prozessor, beiseitegeschoben und durch kühle Luft ersetzt wird. Breite Flachbandkabel (IDE-, Floppykabel) sollten dem Luftaustausch geringstmöglichen Widerstand entgegensetzen und daher sorgfältig angeordnet werden. Hat man deutlich weniger Laufwerke als Laufwerksschächte, ist es am besten, zwischen zwei Laufwerken jeweils einen Schacht frei zu lassen. Beachtet werden sollte auch die Temperaturabhängigkeit vom Raumklima. Wenn der Raum im Sommer um 10 Grad wärmer ist als im Winter, werden auch Prozessor und Mainboard entsprechend höhere Temperatur aufweisen. Direkte Sonnenbestrahlung führt zu extremer Aufheizung, so daß man das Gehäuse an einen schattigen Platz (im Winter nicht zu nahe am Heizkörper) aufstellen sollte. Auch gilt zu bedenken, daß Tuning-Maßnahmen wie Overclocking immer auch zu einer Temperaturerhöhung der Komponenten führen.


Bereiche Festplatten, Grafikprozessoren,  FB-Dimms
Aktuelle Temperaturwerte, direkt von den Geräten abgefragt. Dieser Bereich und die ihm zugrundeliegende Analyse ist optional, sie kann per Programmsetup deaktiviert werden.

Grad der Ergebnis-Zuverlässigkeit: variabel




 PCI-Bus

Allgemeines

Der Intel PCI-Bus ist ein Mitte der 90-er Jahre eingeführter Erweiterungsbus, der den ISA-Bus ablöste. Er arbeitet parallel, und ein Hauptmerkmal ist, daß er unabhängig von CPU und Speicher ausgeführt ist. Über sogenannte Bridges (Brücken) können ISA- und AGP-Bus, aber auch ein zusätzlicher PCI-Bus angekoppelt werden (wobei die Performance eines solchen nachgeschalteten Busses durch die Überbrückung noch stärker sinkt, als wenn sie als alleiniges Bussystem implementiert wäre). Die Durchsatzleistung (ca. 132 MB/s bei der 33-MHz-Standardausführung, ca. 264 MB/s bei der 66-MHz-Ausführung) relativ zum ISA-Standardbus liegt begründet in folgenden Merkmalen: 1. 32 Bit Busbreite (ISA 8/16 Bit), 2. Bustaktfrequenz bis 66 MHZ (ISA 8 MHZ), 3. Burst-Transfermodi (nicht bei ISA),  4. Zwischenpuffern von Schreibdaten (Posting) und vorausschauendes Daten-Einlesen (Prefetching).
Der PCI-Bus benötigt eine Versorgungsspannung von 5 Volt.
Der erweiterte Standard PCI-X führte 133 MHz Bustakt und eine 64-Bit-Datenanbindung ein, wodurch der Durchsatz auf ca. 1 GB/s steigt. PCI-X 2.0 führte eine doppelte und vierfache Datenrate ein, die einen Durchsatz von ca. 4 GB/s ermöglicht. Einsatz nur im Serverbereich, etwa in Verbindung mit Ultra-320-SCSI-Festplatten.

PCI- und AGP-Bus werden durch den PCI-Express-Bus abgelöst. Ähnlich wie beim Übergang von ATA auf S-ATA, ersetzt bei PCI-Express ein serieller den parallelen Bus. Über Switches können beliebig viele Geräte (Devices, auch Endpoints genannt) angebunden werden. Die Datenübertragungsrate beträgt ca. 0,6 bis 20 GByte/s.

Aufgelistet werden alle installierten PCI-Devices. Hersteller- und Produktname können ggf. dann nicht ermittelt werden, wenn das Gerät erst seit kurzer Zeit auf dem Markt ist. Sie sollten stets das neueste Update von Dr. Hardware verwenden, da die Liste bekannter Produkte  in jedem neuen Update aktualisiert wird.

Bei der Herstellerangabe und Produktbenennung wird zwischen OEM- und Lizenzprodukt unterschieden. Lizenznehmer ist etwa ein Mainboard-Hersteller, der einen Chipsatz von Intel, SiS etc. auf seinem Mainboard einsetzt.
Zu beachten ist, daß Busse und Geräte mit 0 beginnend durchnummeriert werden.


Informationsfelder

Bereich Übersicht
Die Tabelle enthält folgende Informationen:
Busnummer: Bus-ID, Nummer des PCI-Busses. Alle vorhandenen Busse werden berücksichtigt. Nummernvergabe auf dem PCI-Bus
Device-ID: Gerätenummer auf dem Bus.
Funktions-ID: Nummer der Funktionseinheit auf einem PCI-Device, beginnend bei Nummer 0. Nur bei Multifunktionseinheiten werden pro Gerät mehrere Funktionseinheiten angetroffen.
Unit: Der Hersteller ordnet einem Produkt eine beliebige Produkt-Kennung (Unit-ID) zu.
Geräteklasse: Um den Typ der PCI-Einheit zu beschreiben, wird ihr ein doppelter Klassencode zugeordnet. Die Basis-Klasse legt zunächst den allgemeinen Geräte-Typ fest, z.B. Laufwerks-Controller, Netzwerkadapter, Videoadapter,  Multimedia-Einheit, Speicher-Controller oder Bridge (Bus-zu-Bus- Verbindungseinheit). Ein Code 0 steht für Einheiten, die vor der offiziellen Klassen-Definierung hergestellt wurden. Die Sub-Klasse beschreibt die Einheit genauer. Bei einem Basisklassen-Code 1 für Laufwerkscontroller steht z.B. die Subclass 0  für SCSI-, die Subclass 1 für IDE-Controller. Kann Dr. Hardware vom Subclass-Code nicht auf den Typ schließen, wird statt seiner die Codenummer eingeklammert angezeigt.
Revision: Geräterevisions-Nummer; bei einem Hardware-Check kann die Revisionsnummer wichtige Hinweise darüber geben, um welche Versionsstufe es sich bei einem bestimmten Produkt - etwa einem Boardchipsatz - handelt.
Vendor-ID: Ein Gremium namens PCI SIG vergibt an jeden Produzenten  von PCI-Devices eine eindeutige Code-Nummer (Vendor-ID), die nicht  doppelt verteilt werden darf.
Hersteller: Aus der Vendor-ID wird der Herstellername abgeleitet. Erfolgt hier keine Angabe, handelt es sich wahrscheinlich um einen erst seit kurzem offiziell eingetragenen PCI-Komponenten-Hersteller. Die Firmennamen werden z.T. in gebräuchlicher Weise verkürzt angegeben.

Für jeden Listeneintrag finden Sie nähere Detailinformationen in den Fensterbereichen unterhalb der Tabelle:

Bereich Eigenschaften:
Produktbezeichnung: Meistens kann aus der Unit-ID der Produktname des PCI-Gerätes abgeleitet werden. Anzumerken ist dabei, daß die ein oder andere Firma mehreren ihrer Produkte ein- und denselben Unit-Code zuordnet. Eine eindeutige Zuordnung ergibt sich dann erst unter Hinzuziehen der Device-Klasse.
Lizenznehmer: Die offizielle Bezeichnung dieses Feldes lautet Sub-Vendor. Es handelt sich um die Firma, die das Produkt einer Firma in Lizenz vertreibt.
Lizenzprodukt: Das vom Lizenznehmer unter eigenem Namen vertriebene Produkt.
PCI-Typ: Mögliche Typen sind: Standard, PCI-X und Compact-PCI. Compact PCI (cPCI) ist eine spezielle PCI-Ausführung für Industrie-Rechner. Ebenfalls vermerkt wird, soweit unterstützt Hot-Plug-Fähigkeit (Gerät kann im laufenden Betrieb entfernt oder eingesetzt werden). Hierzu sei angemerkt, daß für boardinterne PCI-Devices des Chipsatzes die Hot-Plug-Fähigkeit ohnehin gegeben ist, aber vom Betriebssystem unterstützt werden muß. Dies ist bei den neueren Windows-Versionen der Fall, so daß ein Device (z.B. der SMBus-Controller) im laufenden Betrieb aktiviert und deaktiviert werden kann.
RAM, ROM, I/O: Für ein PCI-Device können Bereiche im I/O-Adressraum, im Speicher (32- und 64-Bit Adressbereiche) und im ROM reserviert werden. Die Art der reservierten Bereiche hängt von der Arbeitsweise des Gerätes ab. Ein Festplatten-Controller benötigt I/O-Adressbereiche, da er über Befehle gesteuert wird, die in den I/O-Adressraum geschrieben werden; eine Grafikkarte benötigt Speicherraum und eine Netzwerkkarte mit eigenem Bios reserviert einen Bereich im BIOS-ROM.
Interrupt Pin/Interrupt Leitung (IRQ): Jedem PCI-Slot sind vier Interruptpins (INTA-D) zugeordnet. In der Praxis wird in aller Regel INTA für jedes Device verwendet und nur bei Multifunktionseinheiten werden INTB-D gegebenenfalls benötigt. Zweitens kann einer PCI-Karte eine Interrupt(IRQ)-Leitung zugeordnet werden - per Setup und/oder Jumpersetzung bzw. automatisch. Man kann ein und denselben IRQ für mehrere PCI-Karten einstellen (Shared interrupt), der ggf. auch automatisch zugeteilt wird - es kommt aber nur dann nicht zu einem Interruptkonflikt, wenn der Gerätetreiber das Interruptsharing unterstützt.

Bereich PCI-Express Details (gültig nur für PCI-Express-Devices):
Link Speed: Die PCI-Express-Einheiten werden über sogenannte Links (auch I/O Connect bezeichnet) seriell miteinander verbunden. Ein Link besteht aus mindestens 4 Signalleitungen (einer Lane), kann aber aus bis zu 32 Lanes (mit 128 Leitungen) bestehen. Die allgemeine Bezeichnung ist x[Anzahl der Lanes], etwa x1 für einen Link aus einem, x16 für einen Link, der aus 16 Lanes besteht (geeignet für z.B. Grafikkarten). Die Transferrate ist um so höher, je höher die Anzahl der Lanes im Link ist. Ebenso ist die Slotlänge abhängig von der Anzahl der Lanes.
Unabhängig davon wird der Basis-Datendurchsatz der Leitung angegeben. Dieser ist z.Zt. mit 2,5 GBit/s je Richtung definiert, soll aber später erhöht werden.
Slot Eigenschaften: Angabe, ob der Slot (sofern die Einheit mit einem Slot verbunden ist) belegt ist, ob er Hot-Plug-fähig ist sowie der physikalischen Slotnummer.
Indikatoren, Buttons: Auf der Karte oder am Slot einer Einheit können sich Schalter und LED´s befinden, sogenannte Buttons und Indikatoren. Über den Attention-Button kann eine Hot-Plug-Aktion (Einsetzen bzw. Entfernen einer Steckkarte) vorbereitet werden - der Attention Indikator zeigt den Status der Einheit an (z.B. Blinken, sobald die Hot-Plug-Operation durchgeführt werden kann). Ebenso zeigt der Attention Indikator im laufenden Betrieb den Status einer Einheit an - leuchtet der Indikator, liegt ein Problem vor.
Leistungsaufnahme: Maximale Leistungsaufnahme eines PCI-Express-Slots in Watt.

Bereich Fähigkeiten:

66 MHz: die PCI-2.1-Spezifikation sieht optional 66 MHZ Bustaktfrequenz vor. Diese Frequenz wird erst erzielt, wenn auch alle PCI-Karten die Fähigkeit besitzen.
Fast Back-to-Back: dient der Minimierung von Wartezyklen zwischen zwei Bustransfervorgängen. Angabe, ob aktiviert.
Selbsttest: Angabe, ob das Device über einen eingebauten Selbsttest (Built-in-Selftest) verfügt.
ist Bus-Master: Angabe, ob das Device als Busmaster agieren soll, um dadurch in der Lage zu sein, die Kontrolle über den Bus zu übernehmen.
Power Management: APM-Support wurde in einer späteren Revision der PCI-2.10-Spezifikation integriert.
unterstützt AGP: Angabe, ob dieses Device AGP unterstützt - dies wird auf einem AGP-fähigen Systemen ein Chipsatz-Device und die AGP-fähige Grafikkarte selbst sein, es sei denn, diese wird unter einem Betriebssystem genutzt, das AGP nicht unterstützt.
Speichernutzung: Angabe, ob das Device Speicherbereiche nutzt.
I/O-Nutzung: Angabe, ob das Device I/O-Bereiche nutzt.

Bereich Register:
Auflistung der Registerinhalte des PCI-Standard-Konfigurationsraumes.


Grad der Ergebnis-Zuverlässigkeit: sehr hoch, ggf. mit Ausnahme der Produkt- und Herstelleridentifizierung.


COM/LPT

Allgemeines

Listet alle im System angemeldeten seriellen und parallelen Schnittstellen auf. Nicht angemeldete Schnittstellen werden nicht erkannt.
Alle Informationen ausser der ECP-Erkennung bei Parallelports werden über dokumentierte Windows-API-Funktionen und Registry-Einträge gewonnen.

Background

Hardware-Schnittstellen sind Anschlüsse, die eine Verbindung mit externen Geräten erlauben. Im PC gehören die seriellen und die parallelen Schnittstellen oft noch zur Grundausstattung, wenngleich ihre Bedeutung insbesondere durch USB, aber auch Firewire, abgenommen hat.

Hauptmerkmal der seriellen RS232-Schnittstellen ist, daß bei einer Kommunikation mit einem angeschlossenen Gerät die Datenübertragung bitweise erfolgt, das heißt in kleinstmöglichen Portionen und demzufolge relativ langsam verglichen mit der parallelen Übertragung (mehrere Bits gleichzeitig). Andererseits ist die Länge des Verbindungsweges praktisch beliebig groß, während parallele Kabel, die länger als ein paar Meter sind, Übertragungsschwierigkeiten verursachen können.
An die seriellen Ports werden meistens Maus oder serielles Modem angeschlossen, gelegentlich auch ISDN-Telefonanlagen oder ältere Digitalkameras. Bei den Steckeranschlüssen gab es früher zwei Formen: die 25-polige und die 9-polige Ausführung, doch hat sich letztere vollständig durchgesetzt.
Neben der üblichen seriellen Verbindung, bei der Sender- und Empfängerleitungen 1 zu 1 verbunden sind, gibt es die Null-Modem-Verbindung für serielle Verbindung zweier PC's oder Druckeranschluß. Bei dieser sind die DTR- und die DSR-Leitung überkreuz miteinander verbunden.
Wichtig zu wissen ist:
1. daß I/O-Portadresse und IRQ über das BIOS, das Übertragungsformat dagegen unter Windows konfiguriert werden muß (bzw. auch automatisch konfiguriert wird).
2. daß man serielle Gerätestecker im laufenden Betrieb anschließen und abnehmen kann (im Gegensatz zu Parallelschnittstellen).

Hauptmerkmal der parallelen Schnittstellen ist, daß bei einer Kommunikation mit einem angeschlossenen Gerät die Datenübertragung blockweise erfolgt, das heißt zu je mehreren Bits (1 Byte) gleichzeitig. An die parallele Schnittstelle (auch Centronics-Schnittstelle genannt) werden z.Zt. noch manchmal Drucker, Scanner und Wechselplattenlaufwerke angeschlossen. Der Steckeranschluß unterscheidet sich vom seriellen Stecker dadurch, daß er 25 Löcher aufweist, der serielle dagegen 25 (oder 9) Stifte. Allerdings haben die meisten parallelen (Drucker-)Kabel zwei völlig unterschiedliche Stecker. Der eine paßt in die Buchse an der Parallelkarte (besitzt also 25 Stifte), der andere wird an den Drucker angeschlossen. Dieser besteht aus einer von der Fassung umschlossenen Brücke mit 40 Kontakten; im Vergleich mit dem 25-poligen Stecker hat er eine Reihe von Masseleitungen, die mit den Datenleitungen verbunden sind; es ist der eigentliche, originäre Centronics-Stecker.
Wichtig zu wissen ist, daß man parallele Gerätestecker im laufenden Betrieb nicht anschließen und abnehmen darf!


Seite Serielle Schnittstellen

COM: Angabe der Nummer der seriellen Schnittstelle; "COM" steht für Communications Adapter, und ist die allgemein übliche Bezeichnung für einen seriellen Port. Im PC können vier COM-Ports verwaltet werden, heutige Systeme sind i.d.R. nur noch mit maximal zwei ausgestattet, doch kann man bei Bedarf über eine PCI-I/O-Karte weitere Ports nachrüsten.
UART (Universal Asynchron Receiver Transmitter): Der wichtigste Baustein auf jeder seriellen Karte. Er wandelt die parallelen Daten (im PC) in serielle Daten um (und umgekehrt). Der Urvater ist der 8250, heute ist der 16550 Standard. Er weist zwei 16-Byte-Puffer auf, die einen störungsfreien Datenfluß ermöglichen, sofern man nicht eine der frühen Versionen besitzt, die noch unsauber arbeiteten.
Port: Jeder seriellen Schnittstelle ist ein I/O-Port, d.h. eine Programmierschnittstelle zugeordnet. Über dessen Register erfolgt die für eine störungsfreie Verbindung notwendige Einstellung der Parameter und die Steuerung der Verbindung. Die Portadressen werden über das BIOS-Setup konfiguriert, entweder automatisch oder manuell.
IRQ: Interrupt-Leitung, mit der die Schnittstelle verbunden ist. Häufig treten Interruptkonflikte bei mehr als zwei angeschlossenen seriellen Schnittstellen auf, insbesondere sofern zwei davon über einen externen Controller eingebunden sind . An und für sich ist für COM 1 und COM 3 IRQ 4 und für COM 2 und COM 4 IRQ 3 vorgesehen. Sind an COM 1 und COM 3 beispielsweise je ein interruptgetriebenes Gerät angeschlossen (Modem und Maus), führt das zu einem Konflikt. Aus diesem Grund muss man die Schnittstellen so konfigurieren, daß COM 3 und 4 höheren IRQ-Nummern (etwa 7, 9, 10 oder 11) zugeordnet werden, was bei modernen Systemen/Schnittstellenkarten auch vorgesehen ist.

Übertragungsformat:
Data: Die Anzahl der Datenbits bestimmt zusammen mit Paritäts- und Stopbit das Übertragungsformat, auf das Sender- und Empfängerschnittstelle eingestellt sein müssen, damit die Verbindung korrekt arbeitet. Die Datenübertragung beginnt mit einem sogenannten Startbit. Darauf folgen 5 bis 8 Datenbit. Der aktuell eingestellte Datenbit-Wert wird hier angezeigt.
Parität:    An die (5-8) Datenbits kann ein Prüfbit gehängt werden, das  die korrekte bzw. fehlerhafte Übertragung anzeigt. Man unterscheidet die gerade(EVEN, Kennbuchstabe E) von der ungeraden (ODD,  Kennbuchstabe O) Parität. Entsprechend wird das verantwortliche Bit entweder bei geraden oder ungeraden Prüfsummen gesetzt bzw. gelöscht (z.B. wird bei gerader Parität das Paritätsbit auf 1 gesetzt, wenn die Anzahl der auf 1 gesetzten Datenbits noch nicht gerade ist, also etwa nur 3 Datenbits auf 1 gesetzt sind). Ferner sind die Einstellungen MARK(Kennbuchstabe M), bei der das Prüfbit datenunabhängig immer gesetzt ist und SPACE (Kennung S), wie  MARK, Prüfbit jedoch stets gelöscht (also 0), möglich. NONE (keine, Kennbuchstabe N) bedeutet, daß keine Paritätsprüfung erfolgen soll.
Stop(bits): Sie schließen einen Übertragungszyklus ab. Es sind die Werte 1 oder 2 möglich.
Baud: Die Baudrate ist ein Maß für die Übertragungsgeschwindigkeit. Viele Geräte müssen mit einer festen Baudrate arbeiten, und arbeiten  nicht (korrekt), wenn diese falsch eingestellt ist. Baudraten bis 115 200 sind möglich.

Belegt: In manchen Fällen lässt sich softwareseitig ermitteln, ob die Schnittstelle zur Zeit verfügbar ist, oder ein Gerät angeschlossen ist.

Bereich Details:
Bezeichnung: Der eindeutige Gerätename unter Windows, über den der Port angesprochen wird.
Hardware-ID: Windows verwaltet alle angeschlossenen Geräte in der Registry. Hier wird der Registry-Pfad zu der Schnittstelle angegeben. Der Pfad wird verkürzt dargestellt. Beispiel: ACPI\PNP051; der volle Pfad lautet z.B. bei Windows XP: HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Enum\ACPI\PNP0501.
Konflikt: Unter Windows 9x und Me wird angegeben, ob bei der Installation des Gerätes unter Windows ein Konflikt aufgetreten ist.
Treiberinfo: enthält einen Registry-Pfad, der treiberbeschreibende Informationen enthält.
Paketlänge: Das Schreiben oder Lesen von Daten in/von der Schnittstelle erfolgt unter Windows nicht byteweise sondern in Blöcken; angegeben wird die aktuell eingestellte Blocklänge in Bytes.
Maximale Baudrate: Angabe der von der Schnittstelle unterstützten höchsten Baudrate. Wert kann nicht immer ermittelt werden.
Max./Akt. Tx-Puffergröße
Max./Akt. Rx-Puffergröße: Falls der UART vom Typ 16550, verfügt er über einen Zwischenspeicher, den sog. FIFO. Die Bezeichnung leitet sich daraus ab, daß der Speicher nach dem FIFO(First in, First out)-Prinzip arbeitet; die zuerst eingespeicherten Daten werden auch zuerst wieder ausgegeben. Insbesondere soll der Fifo ein Überlaufen des Empfangspuffers durch allzu schnell nacheinander eintreffende Datenbits verhindern, was ab 9600 bps geschehen kann. Über die Systemsteuerung kann man den Fifo konfigurieren. Hierzu gehören  die Größe für den Empfangspuffer(RX) (1, 4, 8 oder 14 Bytes - höhere  Werte verringern die Interruptfrequenz, können also den Durchsatz steigern, erhöhen aber auch das Risiko eines Datenüberlaufes, wenn der Interrupt zu spät bedient wird) und das Aktivieren des Transmit-Puffers (TX) für das Versenden von Daten.


Seite Parallele Schnittstellen

LPT: Angabe der Nummer der parallellen Schnittstelle; "LPT" steht  für Line Printer (Zeilendrucker), und ist die althergebrachte und weiterhin übliche Bezeichnung für einen parallelen Port unter Windows. Im PC können vier LPT-Ports verwaltet werden. Heutige Systeme sind i.d.R. nur noch mit einem LPT-Port ausgestattet, doch kann man bei Bedarf über eine PCI-I/O-Karte weitere Ports nachrüsten
Portadresse: Jeder parallelen Schnittstelle sind ein oder mehrere I/O-Portbereiche zugeordnet. Über dessen Register erfolgt die Datenübergabe, Interruptanforderung, Kontrolle und Statusabfrage  Maximal vier Ports können vergeben und ebensoviele parallele Schnittstellen unterstützt werden. Dabei müssen die Portadressen voneinander verschieden sein!
IRQ/DMA: Interrupt-Leitung und DMA-Kanal, mit denen die Schnittstelle verbunden ist. Die Zuweisung eines DMA-Kanals ist nur im ECP/EPP-Modus erforderlich.

ECP-Info:
ECP (Enhanced Capabilities Port): Der Enhanced Capabilities Port entspringt einem Zusammenwirken von Microsoft und Hewlett Packard. Gegenüber dem IBM-Standardport zeichnet sich der ECP-Port durch folgende Features aus:  bis zu 32-Bit Datenflußbreite;  FIFO-Speicher für störungsfreie Übertragungen; bidirektional; softwarekonfigurierbar (plug&play-konform). Die Datenübertragungsleistung erreicht bis zu 1 MB/s.
Ports, die dem EPP-(Enhanced Parallel Port)Standard entsprechen, sind ebenfalls bidirektional, und durch den hardwareseitig durchgeführten Handshake leistungsfähiger als die ersten  bidirektionalen Ports in IBM PS/2-Systemen. EPP-Ports wurden vor allem in Laptops eingesetzt (für Festplatten und Netzadapter an der parallelen Schnittstelle). Die Geräte müssen selbst EPP-fähig sein. Andererseits können alte Geräte, die auf PS/2-Ports ausgelegt sind, nicht immer an modernen bidirektionalen Ports erfolgreich betrieben werden, selbst wenn man den normalen Modus wählt (z.B. Scanner).
Modus: Der ECP-Port unterstützt neben dem ECP-Betriebsmodus auch die kompatiblen Standardmodi sowie spezielle Test- und Konfigurationsmodi. Angabe, welcher Modus derzeit aktiv ist. Im BIOS-Setup kann der LPT-Kompatibiltätsmodus eingestellt werden.Mögliche Optionen sind Standard Parallel Port (SPP), ECP, EPP und ECP/EPP. Es empfiehlt sich für die meisten Desktop-Systeme die Einstellung ECP.
Richtung: Da der ECP-Port bidirektional ist, ist die Angabe über die aktuell eingestellte Transferrichtung bedeutsam: vom Port zum Gerät, oder umgekehrt.



 

Laufwerke

 

Allgemeines

 

Diese Analyse listet Ihre logischen Laufwerke auf. Deren Zahl kann größer sein als die Zahl der lokal installierten physikalischen Laufwerke, wenn eine Festplatte partitioniert ist.

 

Seite Logische Laufwerke 

 

Neben der Laufwerksbezeichnung werden folgende Informationen angezeigt:

 

Art: Laufwerkstyp, z.B. Festplatte, CD-ROM, Wechselfestplatte oder Netzlaufwerk.

Floppystreamer können normalerweise nicht identifiziert werden, da sie sich hinter einem Floppylaufwerk verbergen und keinen eigenen Laufwerksbuchstaben zugewiesen bekommen.

USB-Sticks, ZIP- und JAZ-Laufwerke werden ggf. als Wechselfestplatten erkannt. 

 

Kapazität: Die Angabe kann in KB (Kilobyte), MB (Megabyte;1 MB=1024 KB) oder GB (Gigabyte; 1 GB=1024 MB) erfolgen. Es ist zu beachten:

1 KB wird zu 1024 Bytes und 1 MB zu 1024 KB berechnet. Oft wird mit einem Teiler von 1000 gearbeitet (was nicht ganz korrekt ist), so daß etwas höhere Werte resultieren.

 

Frei: Verfügbarer Speicherplatz auf dem Datenträger. Bei Wechselplattenlaufwerken und optischen Speicherlaufwerken erfolgt nur eine Angabe, wenn ein Medium eingelegt wurde.

 

FAT: Die FAT (File Allocation Table), zu deutsch Dateibelegungstabelle, besteht aus Einträgen, die die Belegung des Laufwerks mit Dateien beschreiben. Dieses wird dadurch kompliziert, daß eine Datei nicht immer am Stück auf dem Laufwerk abgelegt werden kann, sondern ggf. in Teile gestückelt auf freie Stellen verteilt werden muß, die über die gesamte Oberfläche verstreut sein können. Die Fragmentierung wird nur dadurch begrenzt, daß sie nicht sektorweise erfolgt, sondern clusterweise. Ein Cluster ist eine Gruppe von Sektoren.

Aufgabe der FAT ist es, dafür zu sorgen, daß trotz der beschriebenen Zertrümmerung der Zusammenhang der Datei erhalten bleibt. Dazu wird eine verkettete Liste erzeugt, wobei der Nummer eines Clusters die Nummer eines FAT-Eintrages entspricht. Im FAT-Eintrag steht die nächste Clusternummer. Und diese Clusternummer ist wiederum die nächste FAT-Eintragsnummer. 

Angegeben wird der FAT-Typ. In Frage kommen u.a. FAT (oder FAT16: Windows-Partition für kleine Laufwerke, maximal 2 GByte Größe, unterstützt lange Dateinamen), FAT32 (32-Bit-Windows-Partition, max. 2 Terabyte Partitionsgröße, aber Dateigröße auf 4 MB beschränkt), NTFS (NT-Partition, NTFS5 ab Windows 2000; weniger anfällig gegen Beschädigungen, Option für Komprimierung von Dateien und Verschlüsselung - EFS - FAT32-Partitionen können nach NTFS konvertiert werden, NTFS-Partitionen aber nur mit speziellen Tools unter DOS gelesen werden; wird auch als MFT - Master File Table - statt FAT bezeichnet ), CDFS (FAT für CD-ROM Laufwerke) u.a.m.

 

KB/Cluster: Ein Laufwerk erhält durch die Formatierung eine bestimmte virtuelle Struktur und wird aufgeteilt in Sektoren. In der Regel enthält ein Sektor 512 Bytes, bei CD-Laufwerken sind es 2048 Bytes. Eine Anzahl von Sektoren - z.B. 32 - wird jeweils logisch zu Clustern zusammengefaßt (s.o.). Ein ganz praktisches Problem ergibt sich aus der Clustergröße für den Anwender, daß nämlich Dateien stets an einem Clusteranfang gespeichert werden. Auch wenn die Datei nur wenige Bytes enthält, belegt sie den gesamten Cluster. Beim FAT-Dateisystem wuchs die Clustergröße mit der Partitionsgröße, bei FAT32 beträgt sie z.B. 2, 8 oder 16 KB.

 

Details: Bei manchen Laufwerken wird hier ein Hinweis gegeben, z.B., daß es sich bei dem Laufwerk um das Bootlaufwerk handelt.

 

 

Das Diagramm zeigt  die freie und belegte Kapazität von Laufwerken außer optischen Laufwerken an. Die grünen Balkenanteile lassen auf einen Blick erkennen, weiviel freie Kapazität verfügbar ist. Die Prozentwerte geben die freie Kapazität in Prozenten an. 

 

Seite Optische Laufwerke Detailanalyse 

Informationen über unterstützte Medientypen, Laufwerkseigenschaften sowie die von dem Gerät unterstützte Performance werden angezeigt.

 

An dieser Stelle zwei Tipps zu optischen Laufwerken:

 

1. Nehmen Sie die CD aus dem Laufwerk, sobald sie nicht mehr benötigt wird. Manche Laufwerke schalten dauerhaft in den Bereitschaftsmodus, sobald und solange eine CD sich im Laufwerk befindet. Dadurch wird Strom verbraucht, und das Gerät erwärmt sich.

 

2. CD-Writer sollten nicht zum Lesen von CD-ROM´s verwendet werden, da sie dadurch schneller verschleissen. Falls möglich, bauen Sie in Ihr System also ein zusätzliches CD-ROM -Laufwerk ein, daß ausschließlich zum Lesen von CD´s verwendet wird und verwenden den CD-Writer nur zum Brennen von Rohlingen..

 

 

Seite Festplatten-Partitionen

 

#: Nummer der Partition: Es werden maximal 4 Partitionen unterstützt. Spezialprogramme erlauben jedoch, diese Grenze zu sprengen und auf diese Weise eine Reihe unterschiedlicher Betriebssysteme auf einer Festplatte zu installieren. Die Partitionsinformationen werden einer kleinen Struktur auf der Festplatte entnommen, dem sogenannten Master Boot Record (MBR). Während früher die Mehrfach-Partitionierung einer Festplatte auf Grund der beschränkten Partitionsgröße oftmals unumgänglich war, dient heute die Aufteilung in Partitionen mehr der Ordnung, indem z.B. für bestimmte Anwendungen, weitere Betriebssysteme (Linux etc.) oder Backups eigene Partitionen reserviert werden. Von vier möglichen Partitionen ist eine die primäre, die restlichen werden als erweiterte Partitionen bezeichnet. In der Regel wird die primäre auch zur Bootpartition gemacht und enthält automatisch einen Laufwerksbuchstaben zugewiesen. Erweiterte Partitionen erhalten Laufwerksbuchstaben erst, nachdem man auf ihnen ein logisches Laufwerk eingerichtet hat. Dabei gilt die Regel, daß die logischen Laufwerke der primären Partitionen von beispielsweise zwei Festplatten die niedrigen Laufwerksbuchstaben erhalten (C. und D:), während das logische Laufwerk der ersten erweiterten Partition der ersten Festplatte den Buchstaben E:.  Diese vom BIOS vergebene Reihenfolge kann unter Windows 2000/XP verändert werden. Die Partitionierung erfolgt mit dem Befehl fdisk oder spezieller Software, die erheblich anwendungsfreundlicher zu sein pflegt, denn fdisk ist seit der DOS-Zeit in seiner Bedienung kaum verbessert worden.

 

Typ: Partitionstyp. Auf Windows-Rechnern kommen am häufigsten vor FAT32 und NTFS (s.a.o.) sowie, auf Systemen mit UEFI-Bios, eine Reihe partikulärer System- und Nutzerpartitionen..

 

ab: Angabe, an welcher Position (Angabe in KB, MB oder GB) die Partition beginnt.

 

Aktiv: Es kann nur eine Partition aktiv sein, dies ist in der Regel die Bootpartition.

 

Boot: Angabe, ob es sich um die Bootpartition handelt. Die Bootpartition muß aktiv sein. Sie enthält den sogenannten Bootsektor, von dem das Betriebssystem geladen wird. 

 

Geometrie: Die Aufteilung der Festplatte in Zylinder, Spuren und Sektoren. 

S-ATA/ATAPI-Geräte

 

Allgemeines

 

Enhanced IDE,  ATAPI und S-ATA sind die Weiterentwicklung der AT-Bus- oder IDE(Intelligent Drive Electronics)-Schnittstelle, die ihrerseits den alten ST412/506-Standard für MFM- und RLL-Festplatten abgelöst hatte und ihrerseits wiederum vollständig durch S(erial)-ATA ersetzt werden wird.

Bei (E)IDE-Geräten ist der Controller Bestandteil des Gerätes.Die Verbindung zum Bus erfolgt über einen Hostadapter (onboard oder als Steckkarte) über ein 40- oder (für Geräte ab Ultra DMA 66 Support) 80-adriges Flachkabel bzw. ein 7adriges Rundkabel für S-ATA.

 

Ein bedeutsamer historischer Fortschritt von IDE-Festplatten war, daß durch das Bad-Sector-Remapping mögliche Oberflächenfehler intern verwaltet werden (Ausweichen auf Ersatzspuren/-zylinder), so daß kaum je Probleme mit defekten Sektoren auftreten. Die (E)IDE-Festplatten können außerdem im sogenannten Translationsmodus betrieben werden, d.h., ihre im Setup eingetragene logische Geometrie muß mit der physikalischen nicht übereinstimmen.

Moderne BIOS-Versionen erkennen die Geometrie einer IDE-Platte selbständig, so daß der Anwender um die Setup-Einstellung herumkommt.

 

Der Datentransport bei ATA-Festplatten erfolgt parallel, Festplatten diesen Typs werden daher auch als P-ATA-Festplatten bezeichnet.

Bei dem neuen Serial ATA Standard erfolgt der Datentransport seriell. Mit S-ATA 2 wurde ein sehr leistungsfähiges Feature implementiert, das Native Command Queuing. Es regelt intern, in welcher Reihenfolge Kommandos abgearbeitet werden. Vergleichbar ist der Vorteil dieses als NCQ abgekürzten Features mit dem Verhalten eines Fahrstuhls. Auf verschiedenen Etagen wollen Personen ein- und aussteigen; der intelligente Fahrstuhl fährt die Etagen nun nicht in der ursprünglich durch die Benutzer definierten Reihenfolge an, was zu immensen Umwegen führen würde, sondern ordnet intern die Halte-Positionen so um, daß möglichst kurze Wege entstehen.

 

Die Analyse wird entweder bevorzugt über Treiberabfrage oder direkten Portzugriff. 

In der Programmkonfiguration kann der direkte Portzugriff aktiviert werden. 

(Neben den Standard-IDE-Ports Primary und Secondary werden bei der Analyse auch die ggf. vorhandene 3. und 4. IDE-Schnittstelle sowie externe ATA-Hostadapter berücksichtigt. Da diese in der Regel nicht-standardisierte Portadressen verwenden, können leider nicht alle modernen Hostcontroller unterstützt werden. Die gängigen Controller mit Promise- und HighPoint-Chips werden jedoch unterstützt.  

Die Analyse per Direktzugriff kann auch auf noch nicht im System korrekt installierten Geräten durchgeführt werden, sie ist betriebssystemunabhängig.)

 

Hinweis: eMMC-Flashspeicherlaufwerke, wie sie in Tablets verbreitet sind, können nicht analysiert werden.

 

Informationsfelder

 

Hierarchie: EIDE/ATAPI-Geräte werden im Master-/Slave-Modus betrieben, d.h. ein Gerät ist der Master (das primäre Gerät), und das andere wird über einen Stecker am gleichen Kabel durchgeschleift und ist der Slave. Gewöhnlich können vier Geräte angesteuert werden, über externe Hostadapter zusätzliche. Man unterscheidet zwischen Primary, Secondary, Third and Fourth IDE Port. Mit S-ATA wird dieses Konzept abgelöst durch eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung, d.h., jedes Gerät wird hierarchisch gleichbehandelt und direkt mit dem Hostadapter verbunden.

 

Gerätetyp: Art des Gerätes, z.B. Festplatte oder CD-ROM-Laufwerk.

Protokoll:  ATA-/ATAPI-Protokollversion, das diesem Gerät zugrundeliegt.

Modell: Firmen- und Produktname

Temperatur: Ausgelesen wird das SMART-(s.u.)Attribut Festplatten-Temperatur (oder ein Teilwert desselben). Damit wird die aktuelle Festplatten-Betriebstemperatur angezeigt. 

Es soll an dieser Stelle wenigstens erwähnt werden, daß Festplatten - Computer-Komponenten überhaupt - nicht nur bei Überhitzung Schaden nehmen können, sondern auch bei extremem Unterschreiten der empfohlenen Betriebstemperatur. Ein System im winterlich ausgekühlten Büro gestartet erfährt eine nicht zu unterschätzende Belastung, die auch zu Schäden führen könnte. Die Lagertemperatur ist natürlich erheblich tiefer anzusetzen.

 

 

Bereich Details:

Seriennummer: Angabe der Geräteseriennummer und -revision

 

logische Geometrie: die logische Laufwerksgeometrie, angegeben in Zylindern (Cylinders), Köpfen (Heads) und Sektoren (Sectors). Diese Information ist auf Festplatten beschränkt wird bei modernen Geräten meistens nicht mehr ausgegeben, da obsolet. 

 

Kapazität/Cache: Leider wird die Kapazität von Festplatten über der 8-GB-Grenze nicht auf allen Systemen korrekt wiedergegeben. Dies ist kein Programmfehler - es wird authentisch das wiedergegeben, was das Gerät in den Feldern logische Geometrie als auch Totale Anzahl der Sektoren vermeldet. 

Alle neueren EIDE-Festplatten besitzen einen Cache zum Puffern von Daten. Dieser ist im Controller integriert und kann je nach Modell und Alter einige hundert KB bis 16 GB groß sein. 

Die Angabe Cache kann insofern nur ohne Gewähr erfolgen, als ab ATA 5 der offizielle Support für diese Kenngröße im ATA Identify Kommando eingestellt wurde. Bis heute tragen Hersteller in der Regel den Wert jedoch noch immer ein.

 

Features: AAM, APM, S.M.A.R.T. (Self Monitoring and Reporting Technology) - s.u: Write-Cache: Schreibcache-Funktion; Lookahead: Fähigkeit zum vorausschauenden Einlesen von Daten; NCQ (s.o.)

Ein eingeklammertes "a" hinter der Eigenschaft besagt, daß diese Funktion nicht nur unterstützt, sondern auch aktiviert ist.

 

AAM-/APM-Setup: beschreibt die Einstellungen für das auf neueren Systemen vorhandene Automatic Acoustic Management und das Advanced Power Management. Für das AAM werden angegeben: Befehlsstatus (nicht unterstützt/unterstützt und aktiv/unterstützt und nicht aktiv), der eingestellte Wert (0-255) sowie der vom Hersteller empfohlene Wert. Als Faustregel gilt: je niedriger der Wert, desto geringer sind das Betriebsgeräusch und die Kopfbewegungsperformance und umgekehrt. Ist der Befehl inaktiv, ist der aktuelle Wert ggf. bedeutungslos.

Produkthinweis: Mit unserem Tool "Doc´s AAM Tool" können Sie den AAM-Wert beliebig verstellen.

 

 

Bereich Betriebsarten:

 

(E)PIO: Der Programmable I/O-Mode war Standard für frühere IDE-Festplatten. Angegeben wird der leistungsfähigste Standard-PIO-Modus, den das  Modell unterstützt (maximal Mode 2).

Je nach eingestelltem PIO-Modus schwankt die Zykluszeit zwischen  600 und 240 ns. Standard ist 600ns. Es werden zweitens alle vom Modell unterstützten Enhanced-PIO-Modi   angegeben (z.B. 3, 4) .  Der EIDE-PIO-Mode 3  erlaubt eine interne Transferrate bis 11 MB/s, der Modus 4 eine Rate  von über 16 MB/s.

 

Single/Multi DMA: Es werden alle vom Modell unterstützten Modi angeführt. Der aktuell eingestellte ist durch ein eingeklammertes "a" kenntlichgemacht. Im Multi-Mode erfolgt der Transfer sektorweise. Enhanced IDE unterstützt für diese DMA-Betriebsart neue Modi mit kürzerer Zugriffszeit.  Im einfachen Single-Word-DMA-Modus erfolgt der Transfer 16-Bit-weise. Der EIDE-DMA-Mode 2 erlaubt eine theoretische Transferrate bis über 16 MB/s.

 

UDMA 33/: 

ATA-66-133: Betriebsmodus Ultra DMA / 33 in den Stufen 0, 1 und 2, Betriebsmodus UDMA  66 -Stufen 3 und 4 - ATA-100 - Stufe 5,  ATA-133 - Stufe 6; erlauben theoretische Übertragungsraten von 33, 66, 100 und 133 MB/sec. S-ATA-Festplatten unterstützen außerdem den Modus ATA-150 mit 150 MB/s. 

Die Modi werden mit folgender Syntax beschrieben: Modus-Nummer(1, 2, 3, 4, 5 oder 6)/Kurz-Bezeichnung des Modustyps (33, 66, 100, 133 entsprechend Ultra-DMA-33, -66 und ATA-100/133), sowie eingeklammerter Zusatz "aktiv", falls der Modus aktiviert ist.

 

Bei den ATA-66/100/133-Modi ist jedoch zu beachten, daß der Zusatz "aktiv" lediglich besagt, daß für den Modus die bios- und geräteseitige Betriebsbereitschaft aktiviert ist. Zusätzliche Voraussetzung für den tatsächlichen Betrieb in diesem Modus ist die Verwendung eines entsprechenden spezifikationsgerechten Verbindungskabels (80 Adern, 40-polig). Wird ein herkömmliches 40-adriges Kabel verwendet, arbeitet das Gerät de facto im UDMA/33-Modus. Darüberhinaus sollte der für den Hostadapter bzw. das Mainboard  entwickelte IDE-Treiber unbedingt installiert werden, da nicht garantiert ist, daß der üblicherweise von Windows installierte IDE-Treiber die schnellen Betriebsmodi vollständig ausreizt. Hier können im ungünstigen Fall 50% Leistung verschenkt werden!

 

S-ATA Modi: Betriebsmodus 1 (man spricht auch von Gen-(eration)1) verspricht eine Bandbreite von 1.5 GB/s, Modus 2 (Gen-2, eingeführt mit S-ATA 2) 3.0 GB/s.

 

Bereich S.M.A.R.T:

Die Self Monitoring and Reporting Technolgie wurde bereits 1996 vom SFF-Kommitée eingeführt. Zweck ist das interne Aufzeichnen von Verschleissen und Fehlern.

Verschiedene Parameter (Attribute) wurden definiert, denen regelmäßig aktualisierte Werte zugeordnet werden. Diese Werte wiederum werden nach herstellerdefinierten Schlüsseln beurteilt, so daß angegeben werden kann, ob ein Betriebsparameter ok ist, oder ein Defekt zu erwarten ist.

 

Diese an und für sich äusserst nützliche Geräte-Selbstdiagnose kann über das BIOS-Setup ein- und ausgeschaltet werden. Sie wird häufig deaktiviert, weil die Selbstdiagnose Performance-Einbussen nach sich zieht. Neuerdings hat sich das Aktivieren eingebürgert, da der Performance-Verlust relativ gering geworden ist.

 

Diese Parameterliste wird ausgegeben:

ID: Interne Nummer des Parameters

Attribut-Bezeichnung: Die Bezeichnung wird aus der ID geschlossen. Seit ATA-5 sind die Attribute-ID´s und Bedeutungen Angelegenheit des Herstellers, doch hat sich ein Quasi-Standard etabliert, so daß die Angaben mit einiger Sicherheit zutreffen. Dies trifft für eine Vielzahl gebräuchlicher ID´s zu. Daneben kann es herstellerspezifische Parameter geben, denen keine Bezeichnung zugeordnet werden kann.

Werte (akt./min./Grenze/Rohwert): Angegeben werden intern nach einem Bewertungsschema umgerechnete Werte, wobei gilt, daß ein Wert um so schlechter ist, je niedriger er ist: der aktuelle und der niedrigste jemals ermittelte Wert, der unterste für einwandfreie Betriebssicherheit noch zulässige Grenzwert; sowie der eigentliche Rohwert, aufgrund dessen die umgerechneten Werte ermittelt wurden. 

 

Der Rohwert des Attributs Festplatten-Temperatur (oder ein Teilwert desselben) entspricht der Festplatten-Betriebstemperatur, und wird gesondert ausgewiesen.

Bereich Registerinhalte


 

 

 

Grafikkarte

 

Allgemeines

Die Informationen zu Grafikkarte und Monitor werden auf mehreren Seiten angezeigt. Dies ergibt sich aus der Möglichkeit, die Analyse über voneinander völlig unabhängige Funktionsschnittstellen durchzuführen.

Die Seite Grafikadapter listet die im System installierten Adapter, die Seite Monitore die installierten Monitore in Tabellenform auf. Unterhalb der Tabelle werden zum markierten Listeneintrag Details ausgegeben. Voraussetzung ist, daß auf Ihrem System mindestens DirectX 2, besser DirectX 6 oder höher installiert ist.

 

Die übrigen Seiten listen die unterstützten Grafik-Modi sowie Eigenschaften des primären Gerätetreibers auf.

 

Background Grafikkarte

Der Grafikadapter ist das Bindeglied zwischen Monitor und Hauptplatine. Bei den meisten Systemen muß er in Form einer Erweiterungskarte in einen Busslot gesteckt werden. 

Grafiksysteme waren im PC-Bereich früher v.a.: MDA/Hercules, CGA und EGA, später, neben speziellen Standards wie IBM 8514, TIGA und XGA, praktisch ausschließlich VGA (Video Graphics Adapter) in ISA-, Vesa-Local-Bus- und schließlich PCI-Ausführung. 

 

Mit dem Pentium-II wurde der heute dominierende Advanced (bzw. Accelerated) Graphics Port (A.G.P.) eingeführt. Als dessen Nachfolger setzt sich PCI Express inzwischen durch.

Von AGP wurden mehrere Transferraten-Standards etabliert: 1 x (ca. 256 MB/s Datendurchsatz), 2 x  (512 MB/s), 4 x (ca. 1 GB/s), 8 x (2 GB/s).

V.a. beim Aufrüsten älterer Systeme mit einer neueren Grafikkarte ist zu beachten, daß 4x/8x-Karten nur noch 1,5 V Versorgungsspannung (gegenüber 3,3 V bei den älteren Typen) benötigen, und die meisten von ihnen nicht in die alten AGP-Slots betrieben werden können (versehentliches Einstecken wegen geänderter Einkerbungsposition aber meist nicht zu befürchten).

 

Eine weitere AGP-Variante, AGP Pro, mit zusätzlichen Slotkontakten für zusätzliche Stromaufnahme, benötigt einen erweiterten AGP-Slot.

 

Grundsätzlich empfiehlt es sich, den PCI-Slot direkt neben dem AGP-Slot freizulassen, da beide den gleichen Interrupt zugewiesen bekommen können. Auf älteren Systemen (ohne ACPI-Support) kann dies auf Grund fehlenden File-Sharing-Supports zu Konflikten führen. 

Betriebssystemseitig wird AGP erst seit Windows 98 bzw. Windows 2000 voll unterstützt.  

 

Wichtigste Bestandteile der Grafikkarte sind:

- der Grafikprozessor (GPU)

- der Videospeicher: er nimmt die Daten auf, die nachher - vom Videocontroller aufbereitet - auf dem Bildschirm erscheinen sollen. Für hohe Auflösungen wie z.B. 1280 x 1024 bei 32-Bit Farbtiefe sind Mindestanforderungen an die Größe des Speichers zu berücksichtigen, die aber für heutige Verhältnisse bescheiden sind. 16 oder 32 MB Video-RAM, ja für die meisten Auflösungen 8 MB, genügen. 

Größere Speicherkapazitäten benötigen und nutzen nur 3D-Beschleuniger in Spielen aus.

Ein Teil des Videospeichers, der Framebuffer, enthält die digitalen Daten für das momentan auf dem Bildschirm sichtbare Bild.

- RAMDAC (RAM Digital Analog Converter): Als separater Baustein oder in die GPU integriert, wandelt der RAMDAC die digitalen Daten der Grafikkarte in analoge Daten um, damit sie auf (dem analogen) Bildschirm dargestellt werden. Die Qualität des RAMDAC hängt v.a. von seiner Taktfrequenz ab (250 MHz, bessere Karten 300 oder mehr MHz). Je leistungsfähiger er ist, desto besser wird die Bildqualität sein! Häufig unterschätzt wird bei Monitoren der Einfluss der Grafikkarte auf das Bild. 

 

Background Monitor

Zwei Monitor-Arten werden im PC-Bereich verwendet:

 

1. CRT (Cathode Ray Tube) Monitor: Der klassische Röhrenmonitor, der eine Elektronenstrahlröhre besitzt, in der ein Elektronenstrahl zeilenweise die Leuchtschicht des Bildschirms abtastet und das Bild erzeugt. Während unter MS DOS 12"- und 14"-Monitore verwendet wurden, benötigt man für Windows mindestens 15".

Die Notwendigkeit, das Bild regelmäßig vollständig neuaufbauen zu müssen, führt zu einem der klassischen Grundprobleme von CRT-Monitoren: eine ausreichend hohe Bildwiederholrate ist für ein flimmerfreies Bild und damit ergonomisches Arbeiten nötig. 75 Hz sind hier die untere Grenze.

Ein weiteres Grundproblem ist die im Betrieb entstehende elektromagnetische Strahlung. Durch die im Laufe der Jahre immer weiter verschärfte schwedische sogenannte TCO-Norm sind heute nahezu ausschließlich relativ strahlungsarme Monitore auf dem Markt, die TCO 99 erfüllen. An dieser Stelle sei nochmals erwähnt, daß die Strahlungsintensität auch vom Anwender reduziert werden kann, indem er die niedrigstmögliche Bildwiederholrate einstellt (weniger als 75 Hz führen jedoch wiederum zu schnellerer Ermüdung wegen Flimmerns) und den Mindestabstand von 50 cm vom Monitor einhält.

Wichtiges Qualitätskriterium für CRT-Monitore ist der Punktabstand (Dot Pitch, auch Grille Pitch bei Streifenmasken), der für ein scharfes Bild bei einer gängigen Bandbreite von 0,21 bis 0,28 mm möglichst gering sein sollte. Für jedes Pixel sind auf der Bildschirminnenseite drei Leuchtpunkte angeordnet (rot, grün, blau), die durch die 3 korrespondierenden Elektronenstrahlen zum Leuchten gebracht werden. Der Abstand dieser 3-Pixel-Gruppen heißt Punktabstand. Die Leuchtpunkte ihrerseits fallen auf die phosphoreszierende Beschichtung des Bildschirms durch eine sogenannte Loch- oder Streifenmaske, wobei letztere seltener vorkommt, aber charakteristisch ist für die bekannten Trinitron-Röhren.

 

2. TFT (Thin Film Transistor): Bei diesen Flachbildschirmen, technologisch die Weiterentwicklung der LCD-Flüssigkristall-Monitore, wird jeder Bildpunkt durch einen Dünnfilmtransistor erzeugt. Die Größenangaben für TFT-Monitore müssen anders interpretiert werden als bei CRT-Monitoren: als Faustregel gilt, daß die effektive Bildschirmdiagonale eines TFT-Monitor um  nicht ganz 2" größer ist als bei einem CRT-Monitor mit demselben Format (also: 15" TFT hat fast gleich großes Bild wie 17" CRT). 

Vorteile des TFT-Monitors sind: keine elektromagnetische Strahlung, kein Flimmern (Bild wird nicht zeilenweise aufgebaut), geringeres Gewicht und Bautiefe, stromsparender (v.a. bei großen Monitoren bis zu 1/4 der Leistungsaufnahme eines gleichgroßen Röhrenmonitors) und scharfes Bild.

 

Nachteile können sein: Blickwinkelabhängigkeit (bei seitlich oder von oben schräg einfallendem Blickwinkel "verblasst" das Bild), Qualitätsverlust bei Einstellung einer Auflösung, die von der eingebauten Hardwareauflösung (Anzahl der tatsächlichen Bildpunkte) abweicht, sowie eine größere Empfindlichkeit gegen mechanische Belastungen. Auch treten nicht selten sogenannte Pixelfehler auf (Ausfall einzelner Bildpunkttransistoren), oder ein partieller Ausfall der Hintergrundbeleuchtung.

 

Als eher subjektiv sind die Preferenzen einiger PC-Veteranen einzustufen, die einem Röhrenmonitor den Vorzug geben in ähnlicher Weise wie manche Klangästheten, die auf Röhrenverstärker schwören - in ihren Augen hat der Röhrenmonitor ein augenfreundlicheres, natürlicheres Bild, und sie lassen sich von dieser Meinung durch nichts abbringen. Jeder entscheide daher selbst.

 

TFT-Monitore können analog oder digital angeschlossen werden. "Analoge" TFT-Monitore lassen sich also über D-Sub-Buchse an gewöhnliche Grafikkarten anschliessen. In diesem Fall sollte die Grafikkarte auf eine nicht zu hohe Bildwiederholrate (maximal 75 Hz) eingestellt werden. TFT-Monitore mit digitalem Anschluss werden über DVI-Buchsen angeschlossen.

 

Ein weiteres Qualitätskriterium bei TFT ist der Bild-Refresh. 25 ms oder weniger sind empfehlenswert, da sonst beim Scrollen oder sich bewegenden Bildern Bildspuren stören. 

Als Käufer entscheide man vorab, ob man mehr auf Reaktionsschnelligkeit oder Bildqualität (Helligkeit, Kontrast etc.) Wert legt. Billige TFT-Monitore in TN-Technologie mit schnellem Bild-Refresh eignen sich für Spiele, weniger für Office-Einsatz oder Bildverarbeitung. Höchste Farbtreue und Qualität bieten Monitore in IPS-Technologie, sind aber teuer. Für den Textverarbeiter ist ein guter höhenverstellbarer TN-Monitor mit hoher Pixeldichte, ausreichendem Kontrast ( > 200:1) und Helligkeit das richtige. Ein mattes verschwommenes Schriftbild kommt häufig vor, daher kaufe man keinen Monitor aufgrund einer bunten Bildschirmschoneranimation, sondern beurteile das Bild aufgrund einer Windows-Anwendung, Textverarbeitung o.ä., denn erst dann werden Schwächen erkennbar . Manche Modelle sind zusätzlich mit der sogenannten Pivot-Technik ausgestattet, so daß man den Minitor um 90° schwenken, also hochkant stellen kann, ein Feature, zu dessen Nutzung jedoch softwareseitiger Support gegeben sein muß. Zu beachten ist die geringe absolute Systemschriftgröße bei der verbreiteten physikalischen Auflösung von 1280 x 1024 Pixel - auf einem 17-Zöller wirkt diese ggf. unangenehm winzig.

 

 

 

Informationsseiten

 

Bereich Grafikkarten

 

Zahlreiche Infos zu dem Adapter, u.a.:

Geräte-Name: Allgemeiner Gerätename unter Windows

Adapter Name: Produktbezeichnung

Treiber: Grafikkarten-Treiber

Treiber Version: Treiberversion, falls verfügbar

 

Lokaler und nicht lokaler RAM

Video Speicher des Adapters: Größe des Videospeichers der Grafikkarte.

 

2D/3D-Beschleunigung: Gibt an, ob die Grafikkarte mit 2D/3-D-Beschleunigerfunktionen ausgestattet ist. Mit Hilfe dieser in der Hardware eingebauten Algorithmen können (extrem rechenaufwendige) räumliche Darstellungen, realistische und/oder transparente Oberflächen und Lichteffekte in Echtzeit dargestellt werden. Dabei wird die vom Prozessor berechnete grobe Raumstruktur und darin enthaltene Objekte (Drahtgittermodelle) von der Grafikengine mit Oberflächen (Texturen) überzogen und zusätzlich mit diversen Effekten versehen.

 

Aktueller Video-Modus: Auflösung, Farbtiefe und Bildwiederholfrequenz der aktuellen Bildschirmauflösung. Die Bildwiederholfrequenz (Refresh Rate, Anzahl der kompletten Bildneudarstellungen pro Sekunde) sollte für ergonomisches Arbeiten nicht unter 75 Hz liegen (flimmerfreies Bild). Moderne Monitore unterstützen deutlich höhere Refresh-Raten, doch ist zu beachten, daß dadurch auch die Strahlungsintensität zunimmt.

Die maximalmögliche Wiederholfrequenz hängt ab von der gewählten Auflösung und der horizontalen Zeilenablenkfrequenz des Monitors (wird in kHz gemessen).

 

Live Video Support: Grafikkarten mit Live Video Support enthalten Funktionen für TV-Empfang oder Videoaufnahme.

 

Bereich Monitore

Detaillierte Angaben zu dem oder den installierten Grafikadaptern des Herstellers nVidia - zu Bustyp, Speicher, Framebuffer, ihrer bzw. ihren GPU´s sowie Angabe der aktuellen GPU-Temperaturen.
Hersteller: Name oder ID des Herstellers (Hersteller werden über ID´s identifiziert, bei neueren Herstellern kann die Ableitung des Herstellernamens ggf. noch nicht erfolgen).
Modell: Soweit vorhanden, wird hier eine Modell-Information gezeigt.
angeschlossen an: gibt an, an welchen Grafikadapter dieser Monitor angeschlossen ist.

Details:
Baujahr: Woche und Jahr der Fertigung
Seriennummer: Geräteseriennummer
Format: Angabe von Höhe und Breite des Bildschirms sowie der nutzbaren Bildschirmdiagonale in cm und Zoll. Zu beachten ist, daß der Wert kleiner ist als die offizielle Angabe für das Modell (etwa 15,7" wahre, d.h.sichtbare Bildschirmdiagonale bei einem 17"-Monitor). Alternativ wird das Seitenverhältnis von Breite/Höhe angegeben.
Support: Führt die unterstützten Stromspar-Funktionen des Monitors auf.
Frequenzen: Es werden die unterstützten horizontalen und vertikalen Frequenzbereiche sowie der Pixeltakt angegeben.

Gamma Factor
Frequenz-Typ: kontinuierlich oder fest
Eingang: analog oder digital, falls digital, zusätzliche Informationen
Farb-Kodierung: z.B. RGB 4:4:4


Bereich nVidia-Details

 

Der Grafikkartenhersteller nVidia stellt Funktionsschnittstellen bereit, über die die Geräte-Hardware sehr detailliert abgefragt werden kann.
Diese Daten schließen Angaben zu einer Grafikkarte, den darauf installierten Grafikprozessoren, den angeschlossenen Monitor und aktuelle Temperaturangaben mit ein, variieren aber je nach installierter Grafiktreiberversion und Gerätetyp. 

 

 

Bereich Grafikmodus-Liste

Modus: Bezeichnung des Modus

Typ: Gibt an, ob dieser Modus ein Grafikmodus oder ein Textmodus ist.

Bit: Aus wievielen Bits setzt sich ein Pixel zusammen?

Auflösung: Bei einem Grafikmodus die Auflösung in Bildpunkten (horizontal x vertikal), bei einem Textmodus die Auflösung in Rasterzeilen.

Farben: Anzahl der gleichzeitig darstellbaren Farben.

RAM: Speicherbedarf des Modus und damit die Mindest-Ram-Bestückung der VGA-Karte.

 

Bereich Geräte-Treiber

 

Die Analyse des Grafiktreibers ist von Interesse, weil er maßgeblichen Anteil daran hat, inwieweit die Möglichkeiten der Grafikkarte überhaupt ausgeschöpft werden. Häufig resultieren Probleme mit der Grafik oder eine unbefriedigende Performance aus Unzulänglichkeiten des Treibers.

 

Die Treiberanalyse liefert Gerätecharakteristika, Angaben über eingebaute GDI-Funktionen und über die aktuelle Konfiguration. Zwar bedeutet eine fehlende Eigenschaft nicht, daß die entsprechende Funktion nicht ausgeführt oder die zugeordnete Figur/Aktion nicht durchführbar wäre. Jedoch muß in solchen Fällen auf die Windows-GDI-Funktion zurückgegriffen werden, andernfalls kann auf eine fest implementierte Realisierung der Funktion zurückgegriffen werden.

 

Drucker

 

Allgemeines

 

Die Druckeranalyse berücksichtigt physikalisch angeschlossene lokale und Netzwerkdrucker sowie virtuelle Ausgabegeräte wie Faxtreiber etc. Die Analyse von Netzdruckern kann sich dabei relativ langwierig gestalten.

 

Im PC-Bereich spielten bis in die 90-er Jahre Nadeldrucker die Hauptrolle, seitdem beherrschen Tintenstrahl-, Laser- und Thermotransfer/-sublimationsdrucker die Szene.

Nadeldrucker können heute noch eingesetzt werden, wenn Durchschläge erforderlich sind (Anschlagdrucker), oder für Etikettendruck standardisierte Etikettenbahnen mit perforiertem Rand verwendet werden, die über den Traktor eingezogen werden können. In Zeiten relativ extrem hoher Verbrauchskosten kann ein Nadeldrucker aber auch für einfachen Textdruck wieder interessant sein, insbesondere wenn aus Lagerbeständen Farbbänder billig erworben werden können.

 

Tintenstrahldrucker bringen über feine Düsen (englisch: jets) Tinte auf das Papier und erreichen heute Fotoqualität. Da inzwischen dokumentenechte Tinte eingeführt wird, sind sie für den professionellen Einsatz tauglich geworden.

 

Alte Druckermodelle sind auf Grund ihrer mangelnden Grafikdruckfähigkeiten unter Windows nicht mehr vernünftig einsetzbar, da die Druckausgabe zu langsam ist.

 

Thermotransferdrucker arbeiten mit Wärme, benötigen dazu aber spezielles Papier. Die modernen Thermosublimationsdrucker arbeiten mit höheren Temperaturen und erreichen Fotoqualität, so daß viele Photodrucker auf diesem Prinzip basieren.

 

Informationsfelder

Name: Der Geräte (Produkt-)Name, unter dem der Drucker unter Windows installiert wurde.

Port: Bei lokalen physikalischen Druckern der Anschluss-Port, etwa LPT1.

Treiber: Name des Treibers, über den das Gerät angesteuert wird.

Version: Treiberversionsnummer. Wurde ein Windows-eigener Treiber installiert, korrespondiert die Versionsbezeichnung mit der Windowsversion, für die der Treiber konzipiert wurde. Demgemäß trägt ein Windows-95-kompatibler Treiber die Nummer 4.x, ein Treiber für Windows 2000 die Nummer 5.x. Man sollte unbedingt einen zur installierten (und aktiven) Windowsversion hauptversionsnummerkompatiblen Treiber einsetzen. 

 

Überhaupt gilt, daß bei irgendwelchen Problemen mit dem Drucker zuallererst dafür gesorgt werden sollte, daß der neueste Treiber installiert ist. Lassen sich die Probleme dadurch nicht beheben, wird man (bei Parallelport-Anschluss) die Konfiguration der LPT-Schnittstelle im BIOS-Setup überprüfen. Der LPT-Port kann in verschiedenen Betriebsmodi betrieben werden (s.a. Serielle und Parallele Schnittstellen) - in den meisten Fällen ist die Einstellung "ECP" zu empfehlen.

 

Bereich Eigenschaften:

Server, Ort: Die Angabe des Druckerservers und seiner Lokalität (Aufstellort) wird nur in Netzwerken angegeben. Der Druckserver ist ein Computer im Netz, über den der Drucker verwaltet wird.

Prozessor: Unter Windows erfolgt die Ansteuerung des Druckers in der Regel über den Dienst WinPrint.

Beschreibung: Beschreibung des Druckers - vorzugsweise eine vom Treiber selbst gelieferte, andernfalls, falls möglich, eine per Analyse erstellte.

Performance: Optionale Angaben zu der Druckgeschwindigkeit (Anzahl der Seiten pro Minute) und zum Druckerspeicher und seiner momentanen Auslastung, fehlen aber sehr oft (oder Null-Werte).

Datentyp: In Frage kommen Raw und EMF (Enhanced Metafile) - unter Windows 2000 ff. ist diese Einstellung obsolet geworden.  

Aktuelle Druckqualität: Angegeben wird die aktuell eingestellte Druckerauflösung (s.a.u.).

Farbverwaltung

 

Bereich Fähigkeiten:

Bidirektional: Moderne Drucker sind immer bidirektional, können also nicht nur Druckbefehle erhalten, sondern auch Informationen an Windows senden, etwa über den Tintenfüllstand.

Shared: Angabe, ob der Drucker im Netzwerk freigegeben wurde, so daß angeschlossene Netzwerk-Clients auf seine Dienste über das Netz zugreifen können.

Queued:

Work-Offline-Modus: Angabe, ob dieser Drucker online oder offline ist. Man kann diese Einstellung über die Systemsteuerung vornehmen, indem man dort mit der rechten Maustaste auf den Drucker klickt und den Eintrag "Online (Offline) arbeiten" im Popup-Menü anklickt.

Farbe: Angabe, ob die Farbdruck-Option aktiviert ist.

EMF-Support: 

Standard-Drucker: Angabe, ob dieser Drucker der Standard-Drucker unter Windows ist. Man kann diese Einstellung über die Systemsteuerung vornehmen, indem man dort mit der rechten Maustaste auf den Drucker klickt und den Eintrag "Als Standard verwenden" im Popup-Menü anklickt. Wird in einer Anwendung der Menüpunkt Drucken (nicht "Drucken..." oder "Drucker einrichten..."!) gewählt, wird der Druck auf den Standard-Drucker ausgegeben.

Leider kann der Standard-Drucker per Funktion nur unter Windows 9x und Me ermittelt werden.

duplex-fähig: Eine Duplex-Einrichtung am Drucker erlaubt den beidseitigen Druck. Hier wird angegeben, ob der Drucker die Fähigkeit besitzt. 

 

Auflösungen: Angabe der unterstützten physikalischen Druckerauflösungen in dpi (dots per inch = Punkte pro Zoll (2,54 qcm) Fläche). Drucker arbeiten im Rasterverfahren, d.h., ein Bild oder ein Buchstabe kommt zustande durch Aufbringen von mehr oder weniger dicken Punkten (z.B. Tintentropfen) auf eine Fläche. Eine Auflösung von 1200 dpi besagt, daß über 1,4 Millionen Punkte auf einem Quadratzoll Fläche gedruckt werden können. Für normale Textqualität genügt eine Auflösung von 300 dpi aus.

 

Bereich Gerätetreiber:

Die Angaben über die Fähigkeiten des Druckertreibers umfassen z.T. die gleichen Parameter wie bei der Grafiktreiberanalyse, was möglich und sinnvoll ist, weil unter Windows kein prinzipieller Unterschied zwischen einem grafischen und einem Drucker-Gerätekontext gemacht wird.

Darüberhinaus werden unterstützte Papierzufuhroptionen, Papier- und Medientypen aufgelistet.

 

Die Analyse liefert Gerätecharakteristika, Angaben über eingebaute GDI-Funktionen und über die aktuelle Konfiguration. Eine fehlende Eigenschaft bedeutet nicht, daß die entsprechende Funktion nicht ausgeführt oder die zugeordnete Figur/Aktion nicht durchführbar wäre. Jedoch muß in solchen Fällen auf die Windows-GDI-Funktion zurückgegriffen werden, andernfalls kann auf eine fest implementierte Realisierung der Funktion zurückgegriffen werden.

 

Ein Wort zu Tintenstrahldruckern

Tintenstrahldrucker - heutzutage die im Endconsumerbereich am häufigsten eingesetzten Geräte - wurden 1984 in den PC-Markt eingeführt und ähnelten aufgrund ihres Papiereinzuges über Traktor anfangs äußerlich noch stark den Nadeldruckern. Etwa 1988 erschienen die ersten Modelle mit den nachfolgenden typischen Einzelblatt-Papierzufuhren (Frontlader). Erste Farbtintendrucker erschienen Anfang der 90-er Jahre.

Schon früh setzte das Bestreben der Hersteller ein, die Umsätze durch die Verbrauchskosten (spezielle Papiere, v.a. aber Tintenpatronen) zu maximieren. Heutzutage kostet ein durchschnittlicher Drucker dieses Typs praktisch nichts mehr, da er mit einem Satz Patronen ausgeliefert wird, die ihrerseits oft fast so teuer sind wie der komplette Drucker. Es ist einerseits verständlich, daß der Hersteller an einem 40-Euro-Drucker inklusive Tinte nichts verdienen kann, und darauf angewiesen ist, über den Verkauf von Verbrauchsmaterialien Umsätze zu erzielen. Allerdings stehen die Preise für Originaltinte in keinem gesunden Verhältnis zu dem tatsächlichen Wert von einigen Millilitern Tinte.

Tintenstrahldrucker arbeiten meistens zufriedenstellend, solange rechtzeitig Patronen ausgetauscht werden (möglichst vom Hersteller)  und regelmäßig gedruckt wird. 

Gerade bei neueren Druckern mit ihren extrem feinen Düsen und einer sogenannten pigmentierten Tinte, deren feste Bestandteile sich nicht in Wasser lösen, kommt es aber bei Mißachtung jener Vorsichtsmaßregeln sehr schnell zum Eintrocknen der Tinte und Verstopfen der Düsen.

Bei den Druckern, bei denen der Druckkopf auf der Patrone integriert ist, genügt dann immerhin Auswechseln der Patronen. Bei Druckern mit Permanentdruckköpfen kann aber der separate Druckkopf eingetrocknet/verklebt sein, so daß auch mit frischen Patronen nicht mehr (sauber) gedruckt werden kann.

 

Es ist (auch unter Umweltgesichtspunkten) ein Jammer, wieviele Drucker wohl jeden Tag aus diesem Grunde in die Wertstoffhöfe gebracht oder in den nächstbesten Müllcontainer befördert werden. Fast alle diese Geräte sind mechanisch noch vollständig intakt. Viele - v.a. ältere Modelle mit größeren Düsen und für wasserlösliche Tinte - lassen sich "reanimieren" durch Auflegen von spülmittelbefeuchteten nichtfusselnden Tüchstückchen, die man unter den Permanentdruckkopf legt. Am besten schaltet man den Drucker ein, wartet, bis der Kopf aus der Ruheposition gefahren ist, zieht dann den Stecker, und kann dann den Kopf manuell behutsam beiseite schieben,  um die Reinigungstücher auf die kleinen Schwämme oder Rähmchen zu legen, auf denen der Druckkopf in Ruheposition sitzt. Ein, zwei Tage einweichen lassen, fertig.

Allergisch reagieren viele Druckköpfe aber auf Entnahme und Wiedereinsetzen von Patronen, ebenso auf Verwenden von fastleeren Patronen (bei modernen Druckern ggf. durch sogenannte Chipresetter möglich, aber mit Risiko behaftet). Schon durch kurze temporäre Entnahme einer Patrone kann die Funktionalität des Druckkopfes gestört und sogar zerstört werden, da statt Tinte Luft angesaugt wird, was insbesondere den Piezo-Druckern Schaden zufügen kann.

 

Daher gehe man beim Beheben von  Störungen systematisch vor. Ist die Patrone leer (LED am Drucker leuchtet), ersetze man sie. Ist sie es nicht, bleiben die Patronen zunächst unberührt installiert. Es werden zunächst die vom Treiber bereitgestellten Möglichkeiten wie Druckkopf-/Düsenreinigung genutzt (hierbei wird allerdings auch viel Tinte verbraucht), ggf. mehrmals, ggf. danach den Drucker einen Tag lang stehen lassen. 

Falls das nichts nützt, erfolgt mechanische Druckkopfreinigung wie oben beschrieben. Hartgesottene können bei Permanentdruckköpfen diese auch ausbauen und (mit den Düsen nach unten) in ein Alkoholbad hängen. Wenn das alles nichts nützt, insbesondere beim Drucken die Blätter vollständig weiß bleiben, kann der Druckkopf defekt sein. Bei Druckern mit Permanentdruckkopf ist dann nichts mehr zu machen (außer dessen Austausch, was innerhalb der Garantiezeit vom Hersteller kostenlos durchgeführt werden sollte), bei den anderen sind neue Patronen angesagt.

Fast immer treten die obigen Probleme erst auf, nachdem eine längere Zeit lang (3 Wochen und mehr) nicht gedruckt wurde. Daher drucke man einmal pro Woche ein farbiges Düsentestmuster oder dgl. Was eine gehörige Zumutung darstellt, doch bedenke man, daß (aus heutiger Sicht) grobdruckende s/w-Tintendrucker vor 15 Jahren noch  tausend Mark und mehr kosteten und die heutigen Geräte trotz ihres oft lächerlichen Ladenpreises empfindliche High-Tech-Maschinen sind, denen - wie etwa einem empfindlichen Fotoapparat - eine gewisse Pflege geschuldet werden darf. 

Zwei abschließende Tips: 

1. Der Drucker sollte stets über seine Powertaste ausgeschaltet werden, weil dann der Druckkopf ordnungsgemäß geparkt wird, wodurch das Austrocknen am ehesten hintangehalten wird.

2. Wenn man Fremdtinte verwendet (was häufig hervorragend klappt, aber nicht garantiert werden kann), dann Markenfremdtinte.

 

 



USB-Geräte

 

Allgemeines


Die USB-Analyse berücksichtigt physikalisch angeschlossene und aktivierte Geräte. Ausgeschaltete Drucker oder Scanner werden daher nicht erkannt.
USB umfasst viele Gerätetypen. Detaillierte Zusatzinformationen zu Druckern, Scannern und Laufwerken finden Sie unter den proprietären Analysen.

Der serielle USB-Bus (Universal Serial Bus) wurde 1998 von Intel in Version 1.0 mit einem Durchsatz von 12MBit/Sekunde eingeführt. Version 1.1 folgte bald, mit erhöhtem Durchsatz.
2002 wurde USB 2.0 mit 480 MBit/Sekunde eingeführt. Hier angeschlossene Geräte erreichen also Geschwindigkeiten, wie sie von S-ATA-I oder ATA-133-Geräten erzielt werden.(> 30 MB/Sekunde).

Vorteile des USB-Bus sind die per Protokoll definierte Vielzahl anschließbarer Geräte (max. 127), die Eignung für nahezu alle Gerätetypen sowie die Hot-Plug-Fähigkeit (Installieren/Deinstallieren von Geräten im laufenden Betrieb). Daher konnte USB herkömmliche Schnittstellen wie die serielle, parallele und PS/2 verdrängen.


Informationsfelder
Produkt: Der Geräte (Produkt-)Name, vorzugsweise unabhängig über programminterne Gerätedatenbank ermittelt, andernfalls der Name, unter dem das Gerät unter Windows installiert wurde.
Hersteller: Der Hersteller-Name, vorzugsweise unabhängig über programminterne Herstellerdatenbank ermittelt, andernfalls der von Windows vergebene Hersteller-Name.
Gerätetyp: Angabe der Klasse, zu der das Gerät konform ist.

Bereich Details:
Service: Dienst, der dem Gerät zugeordnet ist.
Klassen GUID: Den Gerätetyp definierende Kennung.
Treiber: Angaben zum zugehörigen Gerätetreiber (u.a. Version, Treiberdatum, Inf-Datei)

Windows-Produktname: Der Geräte (Produkt-)Name, unter dem das Gerät unter Windows installiert wurde. In manchen Fällen unpräzise (allgemeine) Bezeichnung, manchmal ausführlicher.
Hersteller: Der von Windows bei der Installation vergebene Hersteller-Name. In manchen Fällen unpräzise bis falsch (bei Angabe von "Microsoft" für Geräte anderer Hersteller).
Hersteller-ID
Produkt-ID
Revision

Maus/Tastatur

 

Allgemeines

 

Tastatur und Maus als primäre Eingabegeräte sind nahezu zwingender Bestandteil jedes Computersystems.
Die Analyse konzentriert sich auf die aktuelle Konfiguration sowie Ausstattungsmerkmale der Geräte.
Weitere Informationen - wie Modellbezeichnungen, Anschlusstypen können u.a. der USB- und der Windows-Geräte-Analyse entnommen werden.
Zur Ergonomie siehe entsprechender Hilfetext{linkID=14}.

Die Tastatur durchlief eine Entwicklung von der PC/XT-Tastatur (83 Tasten, davon 10 Funktionstasten) über die MF-2 (AT-Tastatur, zusätzlicher numerischer Tastenblock und zwei weitere F-Tasten) hin zur noch heute gebräuchlichen Windows-95-Tastatur mit den zusätzlichen Windows-Startmenü- Kontextmenü-Tasten (ergibt 104/105 Tasten).
Moderne Komfort-Tastaturen besitzen zusätzliche, frei belegbare Tasten.
Eine Sonderstellung nehmen Notebook-Tastaturen ein, bei denen die Anzahl der Tasten reduziert und ihre Funktion teilweise doppelt belegt ist.

Angeschlossen wurde die Tastatur früher an eine 5-polige DIN-Buchse, später (und bis heute) an den PS/2-Port (violett gefärbt!), inzwischen zunehmend an den USB-Port. Kabellose Funktastaturen werden von herstellerspezifischen sowie Bluetooth-Schnittstellen bedient.

Das Design der Tastaturen änderte sich im Sinne der Ergonomie von einer Anordnung der Tasten auf rechteckiger Fläche hin zu geschwungenen Formen.
Tastaturen, bei denen linke und rechte Tastatur-Hälfte winklig gegeneinander angeordnet sind, eignen sich für das 10-Zinger-System, weniger aber für den 2-Finger-Tipper.


Die Maus - als Prototyp bereits 1964 von Douglas Engelbart (USA) gebaut - wurde zunächst als mechanische Kugel-Maus eingeführt, bei der die Position über das Drehen der Kugel an der Unterseite der Maus auf drei Koordinatenrädchen übertragen wird. Präziser arbeiten optische Mäuse, die per Lichtsensor (Diode oder Laser) und Lichtreflexion arbeiten. Ihr weiterer Vorteil ist, daß keine Verschleisserscheinungen auftreten, was bei den Kugelmäusen zu mehr oder weniger häufigem Reinigen von Gummikugel und Laufrädchen im Inneren führte.
Achten muß man auf geeignete Unterlage, da extrem glatte Flächen zu wenig reflektieren, um die Funktion zu gewährleisten.
Optische Mäuse haben heutzutage Auflösungen meist ab 1000 dpi aufwärts. Von extrem billigen Modellen ist abzuraten, sie können unpräzise arbeiten.

Angeschlossen wurde die Maus früher an die serielle Schnittstelle, später (und bis heute) an den PS/2-Port (grün gefärbt!), inzwischen zunehmend an den USB-Port. Kabellose Funkmäuse werden von herstellerspezifischen sowie Bluetooth-Schnittstellen bedient.

Abgesehen davon ist die angenehme Führung einer Maus sehr von ihrer Geschwindigkeits-Einstellung abhängig, die über die Systemsteuerung vorzunehmen ist.

Informationsfelder

Bereich Tastatur
Wiederholrate: gibt an, mit welcher Frequenz Tastatur-Eingabeereignisse aufeinanderfolgen. Will man etwa mit der niedergedrückten Leertaste einen Zwischenraum schaffen, erfolgt dies bei hoher Rate in einem kürzeren Zeitraum.
Verzögerung: gibt an, welche Zeit verstreicht, ehe auf das Niederdrücken einer Taste das zugehörige Ereignis auftritt.
Anzahl Tasten: gibt die Anzahl der Funktions (F-)Tasten, der LED´s und der Tasten insgesamt an (dieser Wert ist ggf. unpräzise, da hier der Tastatur-Basistyp zugrundegelegt wird).
Typ/Subtyp ID
Layout: Länder-Code und Angabe des Landes im Klartext. Bei deutschem Tastatur-Layout wird auch zwischen Standard-, Schweizer und österreichischem Layout unterschieden.

Bereich Maus
Anzahl Buttons: Gesamtanzahl der Tasten, zu denen auch das ggf. vorhandene Rad gerechnet wird.
Geschwindigkeit: gibt an, ob die Windows-Option "Beschleunigung verbessern" aktiviert ist und führt Doppelklick-Geschwindigkeit (Standard sind 500 ms) und -Rahmen (der für einen Doppelklick gültige Bereich - Standard: 4 x 4) an.
Threshold:
Mausrad: auch Wheel genannt; falls vorhanden, wird angegeben, um wieviele Zeilen bei Bewegung des Rades um einen Rotations-Schritt gescrollt wird. Erkannt wird desweiteren das MSWheel. Manche Mäuse haben ein zusätzlichen Drehrad.
Buttons vertauscht: gibt an, ob die standardisierte Funktionsbelegung von linker und rechter Maustaste vertauscht sind (Einstellung kann in der Windows-Systemsteuerung vorgenommen werden).

 

 

Multimedia

 

Allgemeines und Informationsfelder

 

Im Mittelpunkt der Multimedia-Analyse stehen die im System installierten Soundkarten. Dabei werden diese nicht als isolierte Geräte, sondern als eine Vielzahl von Funktionseinheiten gemäss der Windows-API-Multimediaspezifikation untersucht. Aufgelistet werden alle installierten Wave-In/Out-, Midi IN/OUT-, Mixer- und Hilfsgeräte, die mit wenigen Ausnahmen auf einer oder mehreren Soundkarten untergebracht sein können. Darüberhinaus finden sich auch noch einige virtuelle Geräte. 

 

Die angezeigten Informationen sind variabel. Man findet u.a. die Produktbezeichnung und -ID, wobei es sich um von Microsoft vergebene ID´s handelt, die Treiberversion, ggf. Angaben zur Lautstärkeregelung, der zugrundeliegenden Technologie und unterstützten Audio-Formaten (Mono, Stereo, Sample-Rate etc.). 

Informationen zu Joysticks runden die Analyse ab.

Gelistet werden zusätzlich die im System verfügbaren Software-Codecs. Ein Codec (Compressor/Decompressor oder Coder/Encoder) ist ein Treiber, der Audio- bzw. Videodaten zu Aufnahmezwecken in Echtzeit komprimieren und beim Abspielen dekomprimieren kann.


 

 

Scanner

Allgemeines und Informationsfelder

Twain ist eine Softwareschnittstelle zur Ansteuerung von Bilderfassungsgeräten - vergleichbar mit der ASPI-Schnittstelle, über die auf SCSI-Geräte zugegriffen werden kann. Im Gegensatz etwa zur Analyse von (S)ATA-Festplatten kann Dr. Hardware die Geräteklasse der Bilderfassungsgeräte - also Scanner, Digital- und Videokameras - nicht direkt auf ihrer Befehlssatzebene analysieren.

Es benötigt für jedes Gerät vom Hersteller ausgelieferte Twain-Sourcen. Diese können über den in neueren Windows-Versionen integrierten sogenannten Twain Data Source Manager (TWAIN_32.DLL) bedient werden. Der jeweilige Twain-Treiber wird üblicherweise automatisch beim Installieren der Gerätesoftware verfügbar gemacht.

Wichtig! Schalten Sie Scanner bzw. Kameras ein, bevor Sie die Analyse ausführen. Es kann sonst zu externen Fehlermeldungen der Twainquelle kommen, und die Analyse gelingt nicht.

Die Analyseseite ist in zwei Bereiche gegliedert.
Oben sind die vorhandenen Geräte (m.a.W. gerätespezifischen Twainquellen) aufgelistet, im größeren unteren Fenster finden Sie Detailbeschreibungen zu dem in der Geräteliste markierten Eintrag. Manchmal werden für ein Gerät mehrere Twainsourcen installiert, so daß die Liste entsprechend viele Einträge enthält.

Der Umfang der ausgegebenen Daten hängt alleine davon ab, welche Fähigkeits-Abfragen der Twaintreiber unterstützt.

Immer unterstützt werden einige zentrale Parameter:

Gerät vorhanden und online

Auflösung (in DPI - Punkte pro Zoll).
- Native optische Auflösung x-Achse
- Native optische Auflösung y-Achse
- Auflösung x-Achse
- Auflösung y-Achse
Mindestens ein Parameterpaar sollte angegeben sein, gegebenenfalls in Form eines Wertebereiches. Die native optische Auflösung gibt das wirkliche Auflösungsvermögen des Gerätes an. Oft werden in Produktbeschreibungen die deutlich eindrucksvolleren interpolierten Auflösungen angegeben.

Diese basieren immer auf der nativen Auflösung und erreichen die scheinbar höhere Auflösung durch interne Algorithmen, so daß das Bild wohl "feinkörniger" wird, aber keineswegs mehr authentische Bildinformationen enthält als ein mit nativer Auflösung erzeugtes.

Welche Auflösungen braucht man?
Für ordentliche Bildschirmdarstellung genügen bereits 100 dpi. Für Ausdrucke kommt man meistens bestens mit 300 dpi aus. Höhere Auflösungen sind - egal ob für Bildschirm- oder Druckausgabe dann notwendig, wenn das Bild vergrößert werden soll. Ein klassisches Beispiel hierfür sind Dias oder Negative, die per Durchlichteinheit (TPU - Transparency Unit) eingescannt werden. Brauchbare Ergebnisse werden, um nachträgliche  maßvolle Vergrößerung zu erlauben, bereits ab 600 dpi erzielt. Das ist eine Auflösung, die seit gut einem Jahrzehnt nahezu alle besseren Scanner unterstützen.

Daher kann hier ein nützlicher Tip gegeben werden. Alte klobige Profi-Scanner sind heute auf dem Gebrauchtmarkt oft um einen Pappenstiel zu haben. Für Normalansprüche können sie genügen und erfreuen den Anwender nebenbei mit Eigenschaften, die die viel hochauflösenderen Scanner von heute oft vermissen lassen: bei niedrigen Auflösungen arbeiten sie, wenn es wirkliche Topgeräte von damals sind, dramatisch schneller, und ihre Durchlichteinheiten erzeugen u.U. erheblich kontrastreichere Resultate, erlauben ferner auch oft das Scannen von DIN-A-4 großen Transparenzvorlagen.

Ein Problem bei der Nutzung alter Geräte kann darin bestehen, daß für die neuen Windows-Versionen keine Twaintreiber verfügbar sind. Doch kann man die für Vorgängerversionen (im Falle von Windows 2000, XP und Vista bieten sich Windows-NT-Treiber an) entwickelte Software oft verwenden. Lässt diese sich unter der neuen Windows-Version nicht installieren bzw. ausführen, hilft manchmal der simple Trick, eine Desktopverknüpfung mit der Installationsroutine bzw. der Scan-Software anzulegen und in den Eigenschaften dieser Verknüpfung (rechte Mautaste auf Verküpfung klicken!) unter Kompatibilität den Kompatibilitätsmodus für die Windows-Version zu aktivieren, für die die Software konzipiert wurde.

Ältere Scanner, die über Parallelport anzuschließen sind, funktionieren an modernen LPT-Schnittstellen möglicherweise nicht, da sie nicht für den heute üblichen ECP- bzw. EPP-Modus ausgelegt wurden.
Ältere Low-Cost-SCSI-Scanner funktionieren u.U. nur an dem mit dem Gerät mitgelieferten SCSI-Adapter!

Erlaubte Vorlagenmaße:
maximale Vorlagenhöhe
maximale Vorlagenbreite
minimale Vorlagenhöhe
minimale Vorlagenbreite

Unterstützte Pixeltypen
Es kommen hier u.a. schwarz/Weiß, Graustufen und RGB in Betracht. Moderne Scanner unterstützen mindestens Graustufen und RGB.

Für jeden Pixeltyp werden weiter unten in der Liste die einstellbaren Bittiefen anzugeben versucht. Leider geben nicht alle Twaintreiber korrekte Werte zurück!
Für den Pixeltyp RGB könnten typischerweise 8 (256 Farben) und 24 Bit (True Color), für Graustufen 1 (s/w) und 8 Bit angegeben sein.

Weitere optionale Informationsfelder sind:
Seriennummer
Flashverwendung (Verwendung eines Blitzlichts bei der zuletzt durchgeführten Aufnahme - bei Kameras)
Imagefilter-Typ

Status Lampe
Lichtpfad
benutzte Lichtquelle (bei dem zuletzt durchgeführten Scanvorgang) - bei Scannern entweder Reflexion (Normalmodus) oder Durchlicht.
Automatische Helligkeitseinstellung
Automatische Bildausrichtung
Zoomfaktor
Sprachunterstützung
unterstützte Formate
Anzahl automatisch scanbarer Bilder
unterstützt Autoscan Modus
automatischer Einzug - ein Vorlageneinzug ist bei manchen Profigeräten optional erhältlich
Vorlagenauswurf
Duplex-fähig - Gerät besitzt die Fähigkeit, die Vorlage beidseitig zu scannen

Duplex-Option aktiviert
Einzug aktiviert
Vorlagen im Einzug
Papier-Binding
Papier erkennbar
umgekehrter Einzug
Batterielebensdauer in Minuten
Batterielebensdauer in Prozent
Stromversorgung
Integrierte Drucker
Ausgewählter Drucker


Legacy-Geräte (Aspi-/SCSI-Geräte, Modems)

 

ASPI/SCSI-Geräte

Allgemeines

Listet alle Geräte auf, die über den Aspi-für-Win32-Treiber oder ISPI angesteuert werden - hierbei handelt es sich i.d.R. entweder um native SCSI-Geräte oder um ATAPI-Geräte, für die Windows einen Aspi-Support bereitstellt. Berücksichtigt werden ggf. mehrere Busse und - falls erforderlich - Geräte mit ID´s > 7.

Details zu den einzelnen Geräten stehen unterhalb der Tabelle und sind auf echte SCSI-Geräte beschränkt.

 

SCSI (Small Computer System Interface) bezeichnet einen leistungsfähigen Schnittstellenstandard im PC-Bereich. Hervorgegangen ist es aus einer Spezifikation von 1979 namens SASI (Shugart Associates Systems Interface), mit der für Magnetplatten ein einheitlicher Treiberstandard etabliert werden sollte. Der Begriff SCSI wurde 1982 eingeführt, die erste ANSI-Spezifikation erfolgte 1986. Die SCSI-Schnittstelle hat u.a. folgende Eigenschaften:

- hohe Datentransferraten bis theoretisch 320 MB/sec. Ihnen liegen folgende Betriebsarten zugrunde: asynchron (3MB/s Transfer), synchron(10MB/s), Fast-20(20MB/s), Ultra SCSI (20-40 MB/s), Ultra-2-Wide SCSI (40-80 MB/s), Ultra 160/320 (bis 320 MB/s).

- acht, bei Wide-SCSI gemäß SCSI-3 sogar bis zu 32 Geräte unterschiedlicher Art können an einem SCSI-Bus betrieben werden (und über Bridgecontroller pro Device-ID nochmals sieben (sog. LUN's).

- Ferner können in einem PC mehrere SCSI-Busse installiert werden.

 

Jedes Gerät, das an den SCSI-Bus angeschlossen werden kann, erhält eine ID(Identifikations-)Nummer zugeteilt, wobei dem Hostadapter i.d.R. die höchste Nummer und damit die höchste Priorität zugewiesen werden.

Der Hostadapter ist der Verbindungsanschluß des SCSI-Busses an den PC, entweder eingebettet auf die Hauptplatine oder als Steckkarte ausgeführt. Über ein 50-polige(s) Flachbandkabel mit Steckerabgängen erfolgt die Anbindung der Geräte an den Hostadapter. (bei Wide SCSI sind es gemäß SCSI-2-Spezifikation zwei Kabel, jedoch setzt sich zunehmend das 68-polige P-Kabel durch, bei 32-Bit-SCSI nimmt man noch ein sogenanntes Q-Kabel hinzu).

Jedem Gerät ist ein SCSI-Controller zugeordnet, der gewöhnlich am Gerät festmontiert ist. Bei Aktivitäten auf dem SCSI-Bus werden die Rollen klar verteilt.

Der Initiator (i.d.R., aber nicht notwendigerweise der Hostadapter) initiiert die Aktion, sprich den I/O-Prozess (Die SCSI-3-Spezifikation spricht von Task) auf dem SCSI-Bus. Der Target (eines der Geräte) hat zu reagieren, z.B. Daten zu empfangen. Derlei Vorgänge vollziehen sich in mehreren kontrollierten Phasen, so daß bei Fehlern ein geordneter Abbruch möglich ist.

Die maximalen Kabellängen betragen gemäß single ended Standard 6 Meter (im FAST-20-Modus, der von einigen modernen Adaptern unterstützt wird, aber nur 1,5 Meter), gemäß differentiellem Standard 25 Meter und bei U2W-SCSI 12 Meter (bei speziellen Kabeln). Beim Anschluß von Geräten muß auf Einheitlichkeit des Standards geachtet werden! Im PC-Bereich ist single-ended vorherrschend.

 

Neben den voll ausgebildeten SCSI-Hostadaptern existieren Low-Cost-Adapter für den Anschluß einer begrenzten Anzahl von Geräten (oft nur deren zwei), z.B. speziell für SCSI-Festplatten oder Scanner entwickelt. Sie emulieren quasi einen bestimmten Typus von Controller, etwa einen Festplattencontroller. Die maximale Transferrate ist bei diesen Adaptern oft nicht allzu hoch.

SCSI wurde auf Grund seiner höheren Ausfallsicherheit und Gerätelebensdauer bei gleichzeitig höherem Preis und aufwendigerer Installation gegenüber IDE vorwiegend zunächst im Serverbereich eingesetzt. Mit dem Aufkommen von Windows 95 gewann der Standard jedoch auch Anteile am Massenmarkt, als durch Plug&Play-fähige Controller (teilweise on-board) sowie obenerwähnte Low-Cost-Lösungen für den Heimbedarf die Akzeptanz auch unter nicht-professionellen Anwendern zunahm. Auch war der SCSI-Standard inzwischen ausgereift und unterstützte zuverlässig alle Arten von Peripheriegeräten, und die Gerätepreise glichen sich etwas denen an, die ein anderes Interface besitzen. Inzwischen werden SCSI-Lösungen aber wieder fast ausschließlich für den Serverbereich angeboten.

 

Informationsfelder

 

Host: Nummer des Hostadapters, sofern im System mehrere physikalische oder virtuelle Hostadapter installiert sind. 

ID: Jedes Gerät, das an den SCSI-Bus angeschlossen werden kann, erhält eine ID(Identifikations-)Nummer zugeteilt, wobei dem Hostadapter i.d.R. die höchste Nummer und damit die höchste Priorität zugewiesen werden. Auf älteren Hostadaptern musste der bootfähigen Festplatte die ID 0 zugeteilt werden.

Gerätetyp: mögliche Gerätetypen sind z.B.: Festplatte, Streamer (Bandlaufwerk), MO (Magneto-Optisches Speichermedium), CD ROM etc. Mit SCSI-3 wurden RAID-Controller und Druckvorstufengeräte eingeführt. Ferner werden CD-Recorder unter den CD-ROM-Laufwerken subsummiert.

Geräte-Beschreibung: Herstellername und Produktbezeichnung einschließlich Revision und Herstellungsdatum, soweit verfügbar.

Kapazität: Leider wird die Kapazität von Festplatten über der 8-GB-Grenze nicht auf allen Systemen korrekt wiedergegeben (s.a.u.). Dies ist kein Programmfehler - die Ungenauigkeit liegt in der Umsetzung der SCSI-Funktion durch das System begründet.

Busbreite: Der Standard-SCSI-I-Bus hat eine Breite von 8 Bit. SCSI-II definierte zusätzlich 16 und 32 Bit Datenbreite (Wide SCSI). Hier wird angegeben, für welche Busbreite das Gerät ausgelegt  ist: 8, 16 oder 32 Bit. Auch moderne Geräte sind immer noch häufig für 8-Bit-SCSI konzipiert. Zwar mag einem das wie ein Anachronismus vorkommen, doch dank der  Transferleistung des Busses (bis zu 20MB/s bei Fast-20) werden trotzdem beachtliche Durchsatzraten erzielt. Mischbetrieb von verschieden breit ausgelegten Geräten (an einem ausreichend breiten Bus) ist möglich.

 

Bereich Protokoll:

relative Adressierung: falls unterstützt, erfolgt die Adressierung (optional) nicht über direkt angegebene logische Blocknummern (LBN), sondern über Abstandsangaben zu der aktuellen LBN.

dualportfähig: gibt an, ob das Gerät dualportfähig ist (SCSI-3)

integrierter Medienwechsler: gibt an, ob im Gerät ein Medienwechsler integriert ist. Ein solcher kann dann nicht etwa wie eigenständiger  Medienwechsler, für den seit altersher eine eigene SCSI-Geräteklasse reserviert ist, behandelt werden (SCSI-3).

Kommandoketten: falls gegeben, unterstützt das Gerät die Abarbeitung von gleichzeitig mehreren, gelinkten Kommandos. Voraussetzung für die Fähigkeit zur relativen Adressierung.

Tasksetverwaltung (früher "geordnete Warteschlangen"): die Tasksetverwaltung (ab SCSI-2) erlauben einem Gerät das flexible Plazieren einzelner Kommandos in einen komplexen Prozeßablauf. Ziel ist die möglichst ökonomische und optimierte Ausführung der Anweisung.

synchrone Transfers: der synchrone Transfermodus und der FAST-SCSI-Transfermodus erlauben höhere Transferraten als der asynchrone Basismodus, indem nicht nach jedem Anforderungs(Request)-Impuls auf eine Bestätigung (ACK) gewartet wird, sondern Request-Impulse gebündelt über den Bus geschickt werden.

Soft Reset: Tasks (I/O-Prozesse) können behutsam, geordnet abgebrochen werden.

 

Bereich Weitere Eigenschaften

INT-13h-Laufwerksnummer: SCSI-Controller erlauben häufig über ihr Setup, ein angeschlossenes Festplatten-Laufwerk als INT13h-Laufwerk zu betreiben. Die INT-13h-Extensions sind ein BIOS-Standard, der es einem System erlaubt, die Geometrie auch von sehr großen Laufwerken zu erkennen, deren Zylinder/Sektoren-Werte die Grenzen der Standard-Bios-Funktionen (8 GB) übersteigen. Die INT-13-Funktion sollte also im Setup des SCSI-Controller unbedingt eingeschaltet sein, da sonst große Festplatten nicht korrekt betrieben werden können. 

Physikalische Laufwerksnummer: Festplattenlaufwerke werden biosseitig mit 80h beginnend aufsteigend durchnummeriert.

 

Tipp:

Eine häufige Fehlerquelle ist in unsachgemäßer Terminierung zu suchen. Der SCSI-Bus muß an beiden physikalischen Enden terminiert werden, um Reflexionen zu vermeiden. Der Hostadapter stellt in der Regel das eine Ende dar (Terminierung erfolgt bei modernen Adaptern automatisch), es sei denn, es sind interne und externe Geräte angeschlossen; das andere wird durch das letzte Gerät gebildet (sofern mehrere Geräte angeschlossen). Auf diesem muß der Terminatorwiderstand aktiv sein (auf alten Geräten den Steck-Widerstand aufbringen, auf modernen Geräten via Jumper oder Dip-Schalter), auf den Geräten dazwischen darf er nicht aktiv sein.

 

DerWinAspi32-Treibern ist auf Ihrem Windows-System ggf. nicht vorinstalliert. Daher kann hier die Analyse z.Zt. nur eingeschränkt durchgeführt werden, es sei denn, Aspi wurde vom Anwender installiert. Es gibt unterschiedliche Ansichten zum Einsatz von ASPI unter Windows 2000 und XP - daher soll an dieser Stelle keine explizite Empfehlung zur Installation des ASPI-Treibers ausgesprochen werden.

 

Etwaige Fehler in der Analyse können von nicht-aktuellen Aspi-Treibern herrühren. Die aktuellsten Aspi-Treiber können im Internet von den Adaptec-Internetseiten bezogen werden. Folgender Link enthält allgemeine Angaben zum Einsatz von ASPI unter Windows und den derzeit aktuellen Treiber von Adaptec (4.7):  http://www.adaptec.com/worldwide/support/driverdetail.html?cat=/Product/ASPI-4.70&filekey=aspi_v470.exe

Vollständig, d.h. spezifikationsentsprechend, können i.d.R. nur native SCSI-Geräte analysiert werden. 

 

Mittlerweile bieten einige Firmen eigene ASPI-Treiber, insbesondere für Windows XP an.



Modem

Allgemeines

 

Die Modem-Analyse berücksichtigt analoge Modems und sämtliche installierten virtuellen ISDN-Geräte.

 

Ein Modem (Modulator - Demodulator) dient zum Senden und Empfangen von Daten über die Telefonleitung. Viele Jahre lang war das serielle Modem, der Nachfolger des Akkustikkopplers, unangefochtener Standard. Inzwischen werden Modems auch an USB oder PCMCIA angeschlossen, und Modems für Digitalanschlüsse wie ISDN und DSL verdrängen die analogen Geräte allmählich. Moderne Geräte integrieren meistens auch eine Fax-Sende- und -Empfangsfunktion und verfügen über einen Speicher, der eingehende Faxe speichert und als Anrufbeantworter dient.

 

Der wichtigste Parameter zur Beurteilung eines Modems und für seine Konfiguration ist seine maximale Verbindungsgeschwindigkeit. Hier sind zwei Begriffe - Baudrate und bps - zu unterscheiden. BPS (Bits per Second) ist ein Maß für die Verbindungsgeschwindigkeit. Baudrate ist die Einstellung der seriellen Schnittstelle.

Baud ist die Anzahl der Tonänderungen in der Telefonleitung pro Sekunde, bps die Anzahl der gesendeten Bits pro Sekunde. Bei Modems mit über 300bps werden pro Tonänderung meist mehr als 1 Bit gesendet. Daher sind Baud- und bps-Wert nicht identisch, ein Modem kann mit 2400bps senden, und dabei auf 600 Baud eingestellt sein. Baud und BPS werden häufig als Synonyme verwendet. Die Baudrate muß an der seriellen Schnittstelle eingestellt werden.

Um das Modem auf die typischen Raten von 28.800 oder 33.600 BPS einzustellen, sollten bei modernen Modems ggf. etwas über diesen Werten liegende Baudraten eingestellt werden (z.B. 38.400 für 28.800 BPS).

 

Tipp: Man ermittelt den gebräuchlicheren Performance-Wert Bytes/s oder KB/s (statt Bit/s und KBit/s), indem man den Bit/s- oder KBit/s-Wert durch 8 dividiert, denn ein Byte besteht aus 8 Bits. Ein 56 KBit Modem hat demzufolge eine theoretische Übertragungsrate von 7.0 KBytes/s.

 

 

Das moderne Modem beherrscht Fehlerkorrektur und Kompression. Wichtig zu wissen ist, daß dies Aufgaben sind, die zwischen CPU und Schnittstelle, aber nicht zwischen Schnittstelle und Modem durchgeführt werden. Deshalb wird beim Verwenden der Optionen empfohlen, die Baudrate für das Modem höher einzustellen, als die Rate, die auf der Leitung zustande kommt.

 

Ein postzugelassenes serielles Modem verfügt über einen TAE-Stecker und kann daher an eine heutzutage gebräuchliche TAE-Telefonsteckdose mit N-oder NF-Buchse leicht angeschlossen werden.

 

Modemstandards:

- V.23/V.22    Standard für 1200bps-Übertragung

- V.22bis        Standard für 2400bps-Übertragung  (Voraussetzung für viele Mailboxen)

- V.29           9600 bps Halbduplex für FAX-Übertragung

- V.32           9600 bps Vollduplex, Fehlerkorrektur

- V.32bis       14400 bps Vollduplex, Fehlerkorrektur

- V.34           28800 bps-Standard

- V.34+         33600 bps-halboffizieller Standard (später V.34bis)

- V.90/V.92                  Standard für 56k-Modems; Daten werden vom Provider digital gesendet 

    und von der Vermittlungsstelle analog umgewandelt. 

    In der Praxis werden 56 KBit/s nicht ganz erreicht. 

- V.42/V.42bis/   schnelle Übertragung durch Datenkompression und Fehlerkorrektur

  V.44/MNP    

- HAST            Hochgeschwindigkeitsstandard (High Speed Technology)  von US Robotics

- X.25           paketorientierte Übertragung (Datex-P, Datex-J)

 

In die Liste werden alle unter Windows installierten Modems eingetragen. Daraus ergeben sich zwei mögliche Probleme: 

1. Unter Umständen werden Modems aufgenommen, die physikalisch nicht (mehr) angeschlossen sind, aber noch im Gerätemanager stehen.

2. Angeschlossene, aber noch nicht installierte Modems werden nicht erkannt. Siehe hierzu unten.

 

Informationsfelder

Produktname: Geräteproduktname

Anschluss: Bezeichnung des Ports, an den das Modem angeschlossen ist (Windows-Portname).

 

Tipp: Wie man ein nicht-installiertes Modem analysiert

Ist ein Modem angeschlossen, das noch nicht unter Windows installiert wurde, wird es nicht in die Modemliste eingetragen. Sie können jedoch dieses Modem manuell in die Liste eintragen und danach an dasselbe Befehle senden. Dazu tragen Sie dieses Modem in die Liste ein (Datensatz hinzufügen). Geben Sie einen beliebigen Produktnamen ein und tragen Sie unter "Anschluss an" die betreffende serielle Schnittstelle wie folgt ein: COMx. "x" steht für die Nummer der Schnittstelle, konkret tragen Sie also ein: COM1 oder COM2 etc.

Anschliessend können Befehle an dieses Modem gesendet werden.